Staatsanwaltschaft: "Gibt Beweise für Maddies Tod"

Staatsanwalt Hans Christian Wolters hat über den Fall von Madeleine "Maddie" McCann gesprochen. Man habe Beweise für ihren Tod. Am Ermittlungsstand habe sich allerdings nichts verändert.
| AZ/dpa
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Staatsanwalt Hans Christian Wolters spricht zu Medienvertretern über die Ermittlungen im Fall Madeleine McCann.
Staatsanwalt Hans Christian Wolters spricht zu Medienvertretern über die Ermittlungen im Fall Madeleine McCann. © Ole Spata (dpa)

Der Zeugenaufruf zum mysteriösen Verschwinden der kleinen Madeleine, von den Medien "Maddie" genannt, rückte das traurige Schicksal der Familie McCannwieder in den Fokus. Am Ermittlungsstand hat sich seither zwar nichts verändert. Der Verdächtige gerät aber auch wegen anderer Taten ins Visier.

Beschuldigter Deutscher: Weitere Ermittlungen

Gegen den im Fall Madeleine McCann beschuldigten Deutschen haben Strafverfolger weitere Ermittlungen aufgenommen. Ein mögliches Opfer habe sich nach dem Zeugenaufruf in mehreren Ländern bei britischen Medien gemeldet, sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Es werde inzwischen wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer jungen Irin im Jahr 2004 an der Algarve ermittelt, bestätigte er. Über das weitere Verfahren gegen den 43-Jährigen hatte zunächst die "Braunschweiger Zeitung" berichtet.

Anfang Juni hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig gemeinsam mitgeteilt, dass sie im Fall der vermissten Britin Madeleine McCann gegen einen Deutschen wegen Mordverdachts ermitteln. Es handele sich um einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter. Ein Zeugenaufruf, zu dem ein Beitrag in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" lief, löste Reaktionen und Hinweise in mehreren Ländern aus.

Madeleine McCann verschwand aus Hotelzimmer

Vor mehr als 13 Jahren war Madeleine McCann kurz vor ihrem vierten Geburtstag in einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden – der Fall sorgt bis heute weltweit für Aufsehen. Der Verdächtige sitzt derzeit in Kiel wegen Drogenhandels in Haft.

Zu Medienberichten, nach denen es materielle Beweise für Madeleines Tod gebe, sagte Wolters am Dienstag, dass es sich um "keinen neuen Sachstand" handele. Tatsache sei, dass die Ermittler einen tatsachengestützten Verdacht für den Tod des Mädchens hätten. Details zu den Mordermittlungen nennt die Staatsanwaltschaft weiterhin nicht, auch nicht zur Frage, um welche Art von Beweis es sich handelt.

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