Spott für H.P. Baxxter: Scooter-Sänger findet gendergerechte Sprache "zum Kotzen"

Techno-Papst H.P. Baxxter, Frontmann der Band Scooter, scheint nicht viel von gendergerechter Sprache zu halten. In einem Interview mit einem Hamburger Radiosender bezeichnete er Gendern als "Idiotensprache". Auf Twitter erhält er dafür viel Häme.
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H.P Baxxter, Frontmann der Band Scooter, bezeichnet Gendern als "Idiotensprache".
H.P Baxxter, Frontmann der Band Scooter, bezeichnet Gendern als "Idiotensprache". © BrauerPhotos / J.Reetz / Archivbild

In den neunziger Jahren wurde H.P. Baxxter mit Songs wie "Hyper Hyper", "Move Your Ass" und "How Much Is the Fish" international berühmt. Der aktuellen Diskussion um gendergerechte Sprache für die Gleichbehandlung der Geschlechter kann er wenig abgewinnen, wie er in einem Radio-Interview erklärt.

Für H.P. Baxxter ist Gendern eine "Verunglimpfung der Sprache"

"Gendern finde ich zum Kotzen", sagt er im Gespräch mit der Radio-Hamburg-Morningshow. Für den Frontmann der Band Scooter sei es eine "Idiotensprache", sagt er. "Das ist völlig irre. Das hat ja nichts damit zu tun, dass man Frauen akzeptiert, es ist einfach nur eine Verunglimpfung der Sprache und sagt nichts weiter aus." Auch der Moderator stimmt H.P. Baxxters Einstellung zu und sagt: "Also ich bin komplett bei dir. Es würde sonst ja auch heißen: Willkommen, liebe Scooter/-innen."

Twitter-User machen sich über Scooter-Frontmann lustig

Für viele Twitter-User ist H.P. Baxxters Meinung zur gendergerechten Sprache ein gefundenes Fressen. "Wenn sich HP Baxxter Sorgen macht um die 'Verunglimpfung der Sprache', ist das natürlich heiter heiter", schreibt Autorin Sophie Passmann dazu. Auch in zahlreichen weiteren Tweets wird sich über den Sänger lustig gemacht:

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Hans Peter Geerdes, wie H.P. Baxxter mit bürgerlichem Namen heißt, nicht der einzige Künstler, der das Gendern kritisiert. Auch Musiker-Kollege Wolfgang Niedecken äußerte sich negativ über die sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter. "Ich würde nie irgendwo ein Gendersternchen schreiben, weil es mir albern vorkommt", sagte er im Gespräch mit "rp-online".

Dagegen setzt sich Ruth Moschner in ihrer Sendung "Buchstaben Battle" für das Gendern ein und moderiert grundsätzlich in einer gendergerechten Sprache. Das hat ihr neben viel Lob auch schon herbe Kritik von Zuschauern beschert, die sie allerdings gewohnt sympathisch konterte.

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