Sorge um Mette-Marit: Kronprinzessin im Krankenhaus

Kronprinzessin Mette-Marit war am Donnerstag im Rikshospitalet in Oslo. Ob es sich um einen akuten Notfall oder einen geplanten Termin handelte, blieb unklar. Ihre Lungenfibrose hat sich zuletzt verschlechtert, die Familie eilte zusammen.
von  (mia/spot)
Mette-Marit war im Krankenhaus.
Mette-Marit war im Krankenhaus. © ddp/DPPA

Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen war am Donnerstag, dem 4. Juni, im Rikshospitalet in Oslo. Wie die norwegische Zeitung "VG" berichtete, wurden sie und Kronprinz Haakon (52) am frühen Nachmittag von der königlichen Residenz Skaugum in Asker von ihrer Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra (22) zum Krankenhaus gefahren. Begleitet wurde die Familie von einem Sicherheitsfahrzeug des Inlandsgeheimdienstes PST. Ob es sich um einen akuten Notfall oder einen regulären Kontrolltermin handelte, blieb zunächst offen.

Reporter vor Ort beobachteten, dass Mette-Marit beim Betreten des Krankenhauses ein mobiles Sauerstoffgerät trug - Hilfsmittel, die sie aufgrund ihrer fortschreitenden Lungenfibrose bereits seit Längerem benötigt. Am späten Nachmittag verließ die Familie das Krankenhaus gemeinsam wieder, wie norwegische Medien meldeten.

Dass Ingrid Alexandra an jenem Donnerstag überhaupt in Norwegen sein konnte, ist bemerkenswert: Die 22-Jährige studiert seit dem Sommer 2025 in Sydney Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie. Sie landete am Mittwochmorgen in ihrer Heimat - einen Tag bevor ihre Mutter ins Krankenhaus musste.

Auch Kronprinz Haakon hatte seine offizielle Japan-Reise, die ursprünglich bis Donnerstag angesetzt war, vorzeitig beendet und die Rückreise angetreten. Bereits am Montag hatte er in Tokio die baldige Heimkehr seiner Tochter angekündigt: "Sie plant, bald nach Hause zu kommen, und das hängt mit der familiären Situation zusammen. Sie möchte bei ihrer Mutter sein", sagte der Kronprinz laut dem norwegischen Sender NRK. Über die Dauer des Aufenthalts wollte er sich nicht festlegen: "Wie lange sie noch zu Hause bleibt, werden wir später sehen." Es ist Ingrid Alexandras dritter Besuch in Norwegen innerhalb des letzten halben Jahres.

König Harald: "Plötzlich sehr aktuell"

Wie ernst die Lage ist, verdeutlichen die Worte von König Harald V. (89). Der norwegische Monarch, der sich selbst mit Gesundheitsproblemen herumschlägt, äußerte sich ungewöhnlich offen. Laut NRK erklärte er, man habe ursprünglich gehofft, das Thema einer möglichen Lungentransplantation noch in die Zukunft verschieben zu können - doch nun sei es "plötzlich sehr aktuell". Und weiter: "Sie ist also schwer krank. Daran besteht leider kein Zweifel. Ich finde das sehr traurig."

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte der Palast mitgeteilt, dass die Ärzte mit den Vorbereitungen für eine Untersuchung im Hinblick auf eine Lungentransplantation begonnen hätten. Seither hatte sich Mette-Marits Zustand laut Medienberichten weiter verschlechtert. Kronprinz Haakon fasste die Haltung der Familie zusammen, wie er gegenüber der norwegischen Presse in Tokio sagte: "Wir sind eine Familie, die einander sehr nahe steht, und wenn wir zusammenkommen und Zeit miteinander verbringen, schöpfen wir daraus Kraft."

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