Sorge um Mette-Marit: Kronprinz Haakon verkürzt seine Japan-Reise

Die chronische Lungenfibrose belastet Kronprinzessin Mette-Marit zunehmend. Nun verkürzt Kronprinz Haakon seine Japan-Reise, um an der Seite seiner Ehefrau zu sein.
(ncz/spot) |
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Haakon und Mette-Marit zeigten sich am norwegischen Nationalfeiertag auf dem Palastbalkon. Die Kronprinzessin trug dabei - wie zuletzt immer wieder - ein Sauerstoffgerät.
Haakon und Mette-Marit zeigten sich am norwegischen Nationalfeiertag auf dem Palastbalkon. Die Kronprinzessin trug dabei - wie zuletzt immer wieder - ein Sauerstoffgerät. © imago/PPE

Die gesundheitliche Situation von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sorgt erneut für Besorgnis im norwegischen Königshaus. Die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) leidet seit Jahren an chronischer Lungenfibrose, einer unheilbaren Lungenerkrankung, die ihren Alltag zunehmend beeinträchtigt. Nun hat die Erkrankung auch Auswirkungen auf das Programm des Thronfolgers.

Wie das norwegische Königshaus am Freitag mitteilte, wird Haakon seine offizielle Reise nach Japan, die kommende Woche ansteht, verkürzen. Grund sei der aktuelle Gesundheitszustand seiner Ehefrau.

Wörtlich heißt es in der Mitteilung: "Seine Königliche Hoheit der Kronprinz verkürzt seine offizielle Reise nach Japan aufgrund des Gesundheitszustands Ihrer Königlichen Hoheit der Kronprinzessin um einen Tag." Das ursprünglich geplante Programm in Tokio vom 1. bis 3. Juni soll demnach wie vorgesehen stattfinden. Der anschließende Besuch in der Hafenstadt Hachinohe am 4. Juni wurde jedoch abgesagt.

Hat sich Mette-Marits Zustand verschlechtert?

Nähere medizinische Details wurden nicht genannt. Erst kürzlich deutete Haakon laut "Aftenposten" an, dass sich der Zustand seiner Ehefrau verschlechtert habe. Noch im April erklärte er, Mette-Marit komme zwar "den Umständen entsprechend" zurecht, könne aber zeitweise auch allein bleiben, wenn er auf Dienstreise sei. Die aktuelle Entscheidung deutet jedoch darauf hin, dass ihre gesundheitliche Situation inzwischen mehr Unterstützung erfordert.

Auch König Harald V. von Norwegen (89) äußerte sich vor wenigen Tagen ungewöhnlich offen. Er sprach laut NRK davon, dass man gehofft habe, eine mögliche Lungentransplantation noch in die Zukunft verschieben zu können - das Thema sei nun jedoch "plötzlich sehr aktuell". Zudem sagte er: "Sie ist also schwer krank. Daran besteht leider kein Zweifel. Ich finde das sehr traurig."

Bei Mette-Marit wurde die Lungenfibrose bereits 2018 diagnostiziert und öffentlich gemacht. In den vergangenen Jahren musste sie immer wieder Termine absagen, zuletzt zeigte sie sich bei öffentlichen Auftritten mit einem Sauerstoffgerät. Nach Angaben des Hofes hilft ihr dieses zwar im Alltag, ersetzt aber keine medizinische Behandlung der fortschreitenden Erkrankung. Im Dezember hatte der Palast mitgeteilt, dass eine Lungentransplantation für die Kronprinzessin möglicherweise notwendig werden könnte.

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