Social-Media-Prozess: Prinz Harry wendet sich an trauernde Familien

Prinz Harry hat sich inmitten eines historischen Prozesses in Los Angeles emotional an trauernde Familien gewandt, die Social-Media-Konzerne für den Tod ihrer Kinder verantwortlich machen. Gemeinsam mit Herzogin Meghan veröffentlichte er zudem ein Statement.
(eyn/spot) |
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Prinz Harry kämpft seit Jahren gegen Online-Gefahren.
Prinz Harry kämpft seit Jahren gegen Online-Gefahren. © imago/ZUMA Press Wire/Thomas Krych

Prinz Harry (41) hat inmitten eines wegweisenden Prozesses in Los Angeles sichtlich bewegt das Wort an trauernde Familien gerichtet. Er traf sich mit Eltern, die Instagram und YouTube für den Tod ihrer Kinder verantwortlich machen und die Tech-Giganten Meta und Google zur Verantwortung ziehen wollen. "Keiner von euch sollte hier sein müssen", sagte Harry mit hörbar zitternder Stimme zu den rund 50 versammelten Eltern, die sich am Mittwochabend nach den Gerichtsverhandlungen zusammengefunden hatten. Das zeigt ein Video von "BBC Breakfast". Der Herzog von Sussex kämpfte dabei mit den Tränen.

Im Kern des Prozesses steht die Klage einer jungen Frau, die den Konzernen vorwirft, ihre Plattformen bewusst so designt zu haben, dass sie Kinder süchtig machen, und damit psychische Schäden und Todesfälle bei Minderjährigen mitverantwortet zu haben. Auch Meta-Chef Mark Zuckerberg und YouTube-Chef Neal Mohan werden angeblich aussagen.

Vergleiche mit eigenem Prozess

Unterstützung bekommt die Klägerin von Eltern von Kindern mit ähnlichen Schicksalen. Harry dankte den Familien dafür, dass sie "ihre Geschichten immer und immer wieder" erzählen, "Wahrheit, Gerechtigkeit und Verantwortung - das sind die drei Dinge, die daraus entstehen werden." Er verglich den Kampf der Familien um Gerechtigkeit mit einem Kampf "David gegen Goliath" und zog Parallelen zu seinen eigenen Gerichtserfahrungen. Der Prinz kämpft seinerseits vor Gericht gegen Teile der britischen Boulevardpresse, wegen illegaler Recherchemethoden und Verletzung seiner Privatsphäre.

"Wenn man vor Gericht sitzt und dieses Gefühl der überwältigenden Emotion hat, weil man nicht glauben kann, was die Gegenseite sagt - dass sie durch das, was sie verteidigen, Leben entwerten, das Leben eurer Kinder entwerten - dann ist das völlig normal", erklärte er. Er forderte die Eltern daher auf, sich nicht zu schämen, selbst wenn der Richter sie aufgefordert habe, keine Emotionen zu zeigen.

Gemeinsames Statement der Sussexes

Harry und Ehefrau Herzogin Meghan (44) engagieren sich seit sechs Jahren gegen Online-Gefahren für Kinder und gründeten 2024 im Rahmen ihrer Archewell Foundation das "Parents' Network" für betroffene Eltern. Sie veröffentlichten auf ihrer Website auch ein ausführliches Statement zu dem aktuellen Prozess. Darin sprechen sie von einem "entscheidenden Moment" für Familien, die Wahrheit, Gerechtigkeit und Schutzmaßnahmen für Kinder weltweit einfordern. "Familien, die durch Online-Schäden am Boden zerstört wurden, haben viel zu lange auf diesen Moment gewartet", heißt es in der Mitteilung.

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