So wird der Polizeiruf aus der Oberlausitz

Olga Lenski und Horst Krause müssen einen Mord in der ostdeutschen Prärie aufklären. Lohnt sich das Einschalten? Hier gibt es die Antwort!
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Der Wolfsbeobachter Stefan Waldner (Fabian Hinrichs) hat keine Berührungsängste mit den menschenscheuen Wölfen
rbb/Oliver Feist Der Wolfsbeobachter Stefan Waldner (Fabian Hinrichs) hat keine Berührungsängste mit den menschenscheuen Wölfen

Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski und Polizeihauptmeister Horst Krause müssen einen Mord in der ostdeutschen Prärie aufklären. Ob das bei all den Wölfen gelingt, zeigt sich am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten. Lohnt sich das Einschalten? Hier gibt es die Antwort!

Mit wenigen Ausreißern garantiert der "Polizeiruf 110" inzwischen top Sonntagabend-Unterhaltung. Auch mit "Wolfsland" (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) ist Regisseur Ed Herzog (48, "Dampfnudelblues") wieder ein sehr sehenswerter Film gelungen. Ob die Ermittler den Mord in der ostdeutschen Prärie zwischen all den Wölfen, Waschbären und Koikarpfen aufklären können? Hier die wichtigsten Antworten zum Krimi:

"Dampfnudelblues" von Regisseur Ed Herzog gibt es hier

Um was geht es in "Wolfsland"?

Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon, 37) und Polizeihauptmeister Horst Krause (Horst Krause, 71) werden in ein Schloss im entlegenen, brandenburgischen Kaskow gerufen. Vor Ort finden die beiden allerdings keine Leiche, sondern ein totes Tier und zwei aufgebrachte Menschen: Schlossherrin Elisabeth von Taupitz (Monika Lennartz) bedroht mit ihrem Jagdgewehr Stefan Waldner (Fabian Hinrichs), der mit einem erschossenen Wolf auf ihrem Grundstück steht. Waldner ist Wolfsbeobachter und beschuldigt von Taupitz, den Wolf umgebracht zu haben... Dann gibt es plötzlich doch eine Leiche.

Lohnt es sich, am Sonntag einzuschalten?

Auf jeden Fall! Und das gilt nicht nur für Fans der angenehm entschleunigten Krimis im wildromantischen, eher dünnbesiedelten Revier von Horst Krause und seiner jungen Kollegin, in dem man noch allein und nackt in einem See schwimmen kann. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Fabian Hinrichs (39, "Sophie Scholl - Die letzten Tage"), der Anfang des Jahres mit seiner Rolle des Assistenten der Münchner "Tatort"-Kommissare einen Riesenwirbel auslöste: Er starb, doch die Zuschauer wollte ihn zurück.

Dass Hinrichs als Kommissar zurückkehren wird, ist kurz vor der Ausstrahlung dieses Polizeirufs veröffentlicht worden. Gut so, denn auch den Wolfsbeobachter und Tierschützer spielt er wieder mehr als überzeugend. Und es gibt noch ein Wiedersehen: Schauspieler Alexander Beyer (40, "Sonnenallee") sorgt als neureicher André Sobowski für eine kaum erträgliche Szene im Wald.

Die Wölfe in der Oberlausitz

Ein anderes Highlight im Krimi sind die wunderschönen Aufnahmen der ausgesucht hübschen Exemplare der Gattung Wolf, die einen so gar nicht an die "bösen" Artgenossen im Märchen erinnern. Im Gegenteil, ihre Anmut und das scheue Verhalten sowohl in der unberührten Natur als auch bei ihren Streifzügen durch die verfallenen Siedlungen, faszinieren. Schön für das laut Washingtoner Artenschutzabkommen "gefährdete Tier", denn der Wolf ist tatsächlich zurück in Deutschland: 2013 sind in der Lausitz vierzehn Rudel oder Paare gezählt worden...

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