So verfolgen Sie den Perseiden-Sternschnuppenregen am besten

Jedes Jahr im Hochsommer regnet es - Sternschnuppen. Dann kreuzt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne eine Wolke von Staubteilchen, die einst der Komet 109P/Swift-Tuttle hinterließ. Beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen die Eis- und Gesteinsbrocken und ziehen auffällige Lichtspuren hinter sich her. Das Ergebnis: ein Himmelsspektakel sondergleichen - zumindest unter bestimmten Voraussetzungen.
Bereits Ende Juli fielen die ersten Perseiden-Sternschnuppen vom Himmel, in der Nacht auf den 13. August erreicht das kosmische Schauspiel diesmal seinen Höhepunkt, wenn die Erde den dichtesten Bereich der Partikelspur durchquert. Es wird mit bis zu 60 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde gerechnet.
Die gute Nachricht: Der Himmel ist von 23 Uhr bis 4 Uhr in weiten Teilen Deutschlands klar. Nur im äußersten Norden könnten Wolken den Blick versperren. Zudem ist Neumond, was Nachtschwärmer und Hobbyastronomen besonders freut. Denn dann steht der Mond zwischen Erde und Sonne und ist so gut wie gar nicht zu sehen, weil die beleuchtete Seite von der Erde weg zeigt.
So können Sie die Perseiden 2026 sehen
Wer die Sternschnuppen bestaunen möchte, sollte einen möglichst dunklen Ort fernab von lichtverschmutzten Ballungszentren und Städten aufsuchen. Idealerweise auf einem Hügel, um große Teile des Himmels beobachten zu können. Ferngläser oder Teleskope sind ob ihres eingeschränkten Blickfelds eher hinderlich. Vermeiden Sie zudem den Blick auf das Handy. Nur so können Ihre Augen empfänglich für die feinen Leuchtspuren am Himmel sein.
Wer dazu keine Gelegenheit hat, findet online sein Glück. Zahlreiche Sternwarten richten ihre empfindlichen Kameras auf die Perseiden und zeigen den Meteorschauer im Live-Stream. Wer selbst Fotos machen möchte, sollte seine Kamera auf einem Stativ montieren, ein Weitwinkelobjektiv wählen und auf Langzeitbelichtung schalten.
Es ist nicht das einzige Himmelsspektakel an diesem Tag: Zuvor gibt es eine partielle Sonnenfinsternis. Ab circa 19.10 Uhr schiebt sich der Mond in Norddeutschland vor die Sonne, etwa zehn Minuten später auch in Süddeutschland. Das ganze Ereignis dauert rund zwei Stunden. Wie immer gilt dabei: Niemals direkt in die Sonne schauen! Das kann die Netzhaut der Augen schädigen. Greifen Sie unbedingt zu geeigneten Schutzbrillen.