So sieht One Hit Wonder Natalie Imbruglia heute aus

1997 hatte Natalie Imbruglia mit "Torn" einen der größten Hits des Jahres. International konnte sie nie an diesen Erfolg anknüpfen, doch in ihrer Heimat Australien ist Imbruglia, die nun mit "Algorithm" ein neues Studioalbum vorlegt, ein bekannter Star. Wir verraten, wie es ihr in den letzten Jahren ergangen ist.
von  teleschau
1998 landete Natalie Imbruglia mit "Torn" einen der größten Hits des Jahres.
1998 landete Natalie Imbruglia mit "Torn" einen der größten Hits des Jahres. © Sony Music

Wer 1997 viel Radio gehört oder regelmäßig bei MTV oder Viva eingeschaltet hat, kam um diesen Hit kaum herum: Mit "Torn" aus ihrem Debütalbum "Left Of The Middle" war Natalie Imbruglia allgegenwärtig. Weltweit stürmte die Australierin mit dem Song - der Coverversion eines ursprünglich auf dänisch erschienen Titels der Sängerin Lis Sørensen, der aber von der amerikanischen Alternative-Rock-Band Ednaswap geschrieben worden war - die Top Ten.

In Großbritannien blieb dem Hit die Spitze nur knapp verwehrt: Dort erreichte "Torn" Platz zwei. In Deutschland erreichte der Song den vierten Rang, hielt sich aber so hartnäckig in den Charts, dass es für Platz 24 in den Jahrescharts reichte.

Anschlusserfolge in den Nullerjahren

Nach dem weniger erfolgreichen zweiten Album "White Lilies Island" (2001), das zwar keine großen Hits abwarf, aber immerhin weltweit eine Million mal verkauft wurde, landete die Australierin mit dem Album "Counting Down The Days" (2005) mitsamt der Single "Shiver" einen weiteren Treffer. In Großbritannien und Italien wurde "Shiver" zum Top-Ten-Hit, in Ungarn erreichte der Song die Spitze der Charts. Deutschland war allerdings weniger begeistert: Hierzulande scheiterte "Shiver" knapp an den Top 50. "Counting Down The Days" wurde zum Nummer-Eins-Album in Großbritannien, in Deutschland blieb es bei Platz 35.

2009 dann der Flop, der ihre Musikkarriere beinahe beendet hätte: "Come To Life" wurde vorab in Imbruglias Heimat Australien veröffentlicht - und legte eine Bauchlandung hin. In der ersten Woche wurden nur 750 Einheiten verkauft, das trotz Heimvorteils gerade so die Top 100 der australischen Charts erreichte - und nach zwei Wochen wieder verschwunden war. Imbruglias Plattenfirma, Island Records, zog die Reißleine, geplante Veröffentlichungen in Großbritannien und den USA wurden abgeblasen. Auch in Deutschland hat das Album keinerlei Spuren hinterlassen.

Nach dem Flop kam der Fachwechsel

Nach dem Flop von "Come To Life" zog sich Imbruglia aus dem Musikgeschäft vorerst zurück und wandte sich wieder der Schauspielerei zu, mit der sie schon Anfang der 90er dank der Seifenoper "Nachbarn" und dann wieder 2003 mit einer Rolle in der Spionfilm-Parodie "Johnny English" geflirtet hatte. In den folgenden fünf Jahren spielte Imbruglia in drei Filmen mit - darunter die Hauptrolle in dem Drama "Closed For Winter". Erst 2015 kehrte sie zur Musik zurück. Seither hatte sie zwei Platten herausgebracht, Male (2015) und "Firebird" (2021), denen nun mit "Algorithm" ihr insgesamt siebtes Studioalbum folgt.

Natialie Imbruglia ist also weiter dick im Geschäft, aber längst nicht mehr nur als Musikerin. Vor allem in ihrer Heimat Australien ist sie zu einer populären TV-Persönlichkeit herangereift. An der australischen Version von "The Masked Singer" nahm sie zweimal teil - und holte 2022 als Panda verkleidet den Titel. Der Triumph führte auch zu einem weiteren Popularitätsschub, 2010 gehörte sie zur Jury der australischen Fassung von "The X Factor".

Auch in die Welt der Podcasts ist die Sängerin längst eingetaucht - mit einem Herzensprojekt: Ihre Vorliebe für Poesie lebt sie in ihrem eigenen Podcast "Sleep Sound With Natalie Imbruglia" aus, in dem sie Werke der australischen Dichterin Dorothea Mackellar rezitiert.

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