Sissy Böhms Entführer muss lebenslang hinter Gitter

Nach der Entführung von Sissy Böhm vergangenes Jahr spricht das Landgericht Innsbruck nun das Urteil: Den Täter Daniyel J. erwartet eine lebenslange Haft. 
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Sissy Böhm (rechts) auf der Beerdigung ihres Vaters Karlheinz Böhm (links) am 13. Juni 2014 in Salzburg. Ein Augenzeuge hat ihren Entführer (Mitte) fotografiert.
dpa Sissy Böhm (rechts) auf der Beerdigung ihres Vaters Karlheinz Böhm (links) am 13. Juni 2014 in Salzburg. Ein Augenzeuge hat ihren Entführer (Mitte) fotografiert.

Innsbruck - Der Kroate Daniyel J. entführte im Dezember 2016 drei Frauen an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Eine der entführten Frauen war Sissy Böhm, die Tochter der Schauspiellegende Karlheinz Böhm. Dabei ging der 26-Jährige äußerst grausam vor: Er zerrte sie in sein Auto und lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei, die damit endete, dass der Täter gegen eine Mauer fuhr. 

Die 61-jährige Böhm erlitt bei dem Vorfall ein Schäde-Hirn-Trauma, einen Augenhöhlenbruch und weitere schwere Verletzungen. Sie lag mehrere Tage im Koma. Nun fiel das Urteil vor dem Landgericht Innsbruck. Der Täter muss lebenslang ins Gefängnis.

Staatsanwalt Thomas William begründete sein Eröffnungsplädoyer mit der "massiven Gewalt", mit der die Taten begangen worden waren. 

Psychiaterin rät zur Anstalt

Böhm sei durch einen "kräftigen Strangulationsvorgang" lebensbedrohlich verletzt worden. Der Angeklagte, der in Fußfesseln im Gericht erschien, schwieg. Lediglich eine Stellungnahme wurde verlesen: "Ich habe sie so lange geschlagen, bis sie aufgehört hat, sich zu wehren. ich sah nur Nasenbluten, dachte nicht, dass sie Hilfe braucht." 

Die anwesende Psychiaterin plädierte für eine Einwesung in eine psychiatrische Klinik. "Aufgrund seiner Vergangenheit hat der Beschuldigte gravierende Probleme, mit einer Trennung umzugehen", zitiert die österreichische Krone die Psychiaterin, die das Beziehungsende mit seiner Lebensgefährtin als Grund für die Überfälle ausmachte. 

 

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