Senta Berger weiß nicht, wie es mit der Karriere weitergeht
Die große Senta Berger (85) könnte schon in Kürze ein weiteres Highlight in ihrer langen Karriere feiern. Sie ist beim Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin für "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" nominiert. Trotz ihrer jahrzehntelangen Erfahrung im Filmgeschäft ist Berger aufgeregt. Und wie es mit der Karriere weitergehen soll, weiß sie offenbar selbst noch nicht.
"Meistens bin ich in solchen Situationen sehr gelassen, rede mir ein, dass ich gelassen bin oder dass ich gelassen sein muss. Denn ich bin ja nicht wirklich gelassen. Das ist nicht mein Temperament. Ich bin grundsätzlich nicht gelassen", erzählt Berger wenige Tage vor der Verleihung der "Bild"-Zeitung.
Senta Berger weiß nicht, "wie und ob" die Karriere weitergeht
Berger kommt auch darauf zu sprechen, dass die Nominierung kein Zeichen für sie sei, unbedingt mit dem Schauspiel weiterzumachen. "Das Signal für mich ist eher: Ich höre damit auf. Alte Frauen in Filmen haben heute ja oft eine skurrile Bedeutung. Die fesche Oma fährt auf dem Moped. Oder sie ist dement und lebt mit ihren Geistern in der Vergangenheit", erläutert die Schauspielerin. Aktuelle Drehbücher, die sie zu lesen bekomme, "entzünden mich nicht. Deshalb weiß ich nicht, wie und ob meine Karriere weitergeht. Ich warte nicht auf eine neue Aufgabe. Das beschreibt es am besten."
Die Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 29. Mai statt. Bergers Konkurrentinnen im Rennen um die Auszeichnung sind Özgü Namal ("Gelbe Briefe") und Luna Wedler ("22 Bahnen"). "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" ist mehrfach nominiert, darunter in den Kategorien "Bester Spielfilm", "Beste Regie" und "Bestes Drehbuch". Es könnte ein großes Familienfest werden, denn Bergers Sohn Simon Verhoeven (53) führte bei dem Film Regie und schrieb das Drehbuch.
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