Senta Berger spricht erstmals über ihren schweren Unfall

Rund zwei Monate nach ihrem Sturz von einer Bühne in Hamburg meldet sich Senta Berger mit ihrem ersten Interview zurück. Die 84-Jährige spricht über ihre Reha und verrät, was sie durch die schwere Zeit getragen hat.
(dr/spot) |
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Senta Berger erholt sich gerade von ihrem Oberschenkelbruch in der Reha.
Senta Berger erholt sich gerade von ihrem Oberschenkelbruch in der Reha. © Imago Images/APress

Mitte Januar stürzte Senta Berger (84) bei einer Veranstaltung in der Hamburger Laeiszhalle von einer Bühne und brach sich dabei den Oberschenkel. Tagelang wurde die Schauspielerin auf der Intensivstation behandelt. Jetzt, rund zwei Monate später, meldet sie sich in einem ersten Interview mit der "Bild"-Zeitung aus der Reha zurück.

"Als ich hier aus Hamburg ankam, konnte ich nichts, gar nichts. Nicht gehen. Nicht stehen", sagt Berger rückblickend. Die Fortschritte, die sie seitdem gemacht habe, beschreibt sie als "groß und erstaunlich". Der eigentlich Sturz wird ihr jedoch ein unlösbares Rätsel bleiben, so Berger: "Ich höre nur noch den Aufprall auf das Parkett vor der ersten Zuschauerreihe." Sie habe zunächst alles nicht begreifen können, bis ein Arzt der Ambulanz sagte: "Sehen Sie mal Ihre Beine an. Das eine ist viel kürzer als das andere. Sie haben einen Oberschenkelbruch."

Kinofilm und Anteilnahme als Kraftquelle

Ausgerechnet während ihrer Verletzungspause lief ihr aktueller Kinofilm "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" in den deutschen Kinos an. Die Anteilnahme, die ihr seitdem entgegengebracht wurde, habe ihr die schwere Zeit erleichtert, sagt Berger. "Ich habe so viele zustimmende und überaus freundliche Briefe und Mails bekommen. Von Freunden, Bekannten, aber auch Unbekannten." Selbst die Krankenschwestern im Hamburger Krankenhaus seien ins Kino gegangen und hätten ihr davon berichtet. "Das ist schon eine Erleichterung, mehr noch, ein Glücksgefühl."

Als Patientin beschreibt sich die Schauspielerin nicht als geduldig, aber als ausgesprochen diszipliniert: "Das kommt immer noch von meinem Ballettunterricht, der hält mich gerade." Bis zu ihrem 85. Geburtstag in rund zwei Monaten hat sie einen klaren Plan. "Polka wird es nicht gerade sein, aber ein Walzer wäre schon schön", erzählt Berger.

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