Selma Blairs Sprecher spricht von medizinischem Notfall an Bord

Fünf Tage nach ihrer Festnahme am New Yorker Flughafen JFK meldet sich das Team von Selma Blair zu Wort. In einer ausführlichen Stellungnahme weist ein Sprecher mehrere kursierende Darstellungen zurück und bittet darum, nicht vorschnell zu urteilen.
(jom/spot) |
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Selma Blair wurde nach einem Vorfall in einem Flugzeug festgenommen.
Selma Blair wurde nach einem Vorfall in einem Flugzeug festgenommen. © Imago images/Future Image / Barbara Hine

Selma Blair (54) hat nach Angaben ihres Sprechers auf dem Flug nach New York einen medizinischen Notfall erlitten. Einen Versuch, die Flugzeugtür zu öffnen, habe es nicht gegeben. Die Schauspielerin habe auch niemanden verletzen wollen. So steht es in einer Stellungnahme, die das US-Magazin "People" veröffentlicht hat.

Die 54-Jährige war am Sonntag, 11. Oktober, nach einer mutmaßlichen Auseinandersetzung mit Crewmitgliedern am John F. Kennedy International Airport festgenommen und zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden. Tags darauf stand sie vor dem Strafgericht in Queens. Dort plädierte sie in zwei Anklagepunkten der Körperverletzung zweiten Grades auf nicht schuldig und kam gegen Kaution frei.

"Spekulation wie eine Tatsache behandelt"

Mit der bisherigen Berichterstattung geht ihr Team hart ins Gericht. Seit Sonntagabend stütze sich die öffentliche Darstellung fast ausschließlich auf eine Polizeimitteilung und eine zehn Jahre alte Schlagzeile, heißt es. Faire Berichte seien die Ausnahme gewesen. In die Lücke, die das eigene Schweigen hinterlassen habe, seien Spekulation getreten, die inzwischen als Tatsachen behandelt werden.

Besonders scharf reagiert der Sprecher auf Zweifel an Blairs Erkrankung. Die Schauspielerin hatte ihre Multiple-Sklerose-Diagnose 2018 öffentlich gemacht. Jede Andeutung, sie habe gar keine MS, sei "empörend". Was Blair seitdem körperlich geschafft habe, grenze an ein Wunder. Sie habe nach wie vor schlechte Tage und lebe täglich mit Schmerzen.

Assistenzhund sei ihr abgenommen worden

Hinzu komme eine pseudobulbäre Affektstörung, eine neurologische Folgeerkrankung der MS. Diese wirke sich direkt darauf aus, wie ein medizinischer Zwischenfall auf Menschen wirke, die Blair nicht kennen. Deshalb reise sie mit einem Assistenzhund, der nicht von ihrer Seite weiche. Den hätten ihr die Behörden weggenommen.

Der Sprecher verweist außerdem auf Blairs volles Programm. Allein 2026 habe sie an sieben Film- und Fernsehprojekten gearbeitet, von denen erst wenige bekannt seien. Dazu kämen eine Hautpflegelinie, eine Modelinie und eine Lesebrillen-Kollektion für Menschen, deren Körper nicht immer mitspiele. Blair setze sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein, für die MS-Community und in diesem Jahr auch gegen wachsenden Antisemitismus.

Vor Sonntagabend sei sie noch nie festgenommen worden. Hinter der Geschichte stecke "viel mehr, als bisher berichtet wurde". Man bitte darum, alle Fakten zu berücksichtigen, bevor geurteilt werde, "ob im Gerichtssaal oder vor dem Gericht der öffentlichen Meinung".

FBI ermittelt

Laut einer eidesstattlichen Erklärung vor dem Strafgericht soll Blair an Bord wiederholt nach einem Polizisten getreten und eine Krankenschwester gegen die Brust getreten haben. Aus Funkverkehr, der "People" am 12. Oktober vorlag, geht zudem hervor, dass eine Rettungskraft bei einer an dem Vorfall beteiligten Person "einige Bissspuren" sowie weitere leichte Verletzungen feststellte. Das FBI bestätigte, dass es ermittelt. Die Fluggesellschaft Delta erklärte gegenüber dem Magazin, man habe null Toleranz für ordnungswidriges oder rechtswidriges Verhalten.

Ihren nächsten öffentlichen Auftritt will Blair laut "People" trotz allem wahrnehmen: Sie wird weiterhin auf der 90s Con in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut erwartet, die an diesem Freitag beginnt und bis Sonntag läuft.

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