Ryan Seacrest trotz #MeToo-Vorwurf bei den Oscars: Kann das gut gehen?

Ryan Seacrest moderiert bei den Oscars 2018 für "E!" vom roten Teppich. Doch das könnte sich zum absoluten Desaster entwickeln, denn schließlich hat er grad einen Missbrauchsvorwurf am Hals.
| (the/spot)
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Für Moderator Ryan Seacrest (43) könnte die diesjährige Oscar-Verleihung eine ziemlich unangenehme Veranstaltung werden. Am Montag veröffentlichte das Branchenmagazin "Variety" Vorwürfe seiner ehemaligen Stylistin Suzie Hardy, die behauptet, Seacrest habe sie während ihrer Arbeit als seine persönliche Stylistin für "E! News" jahrelang sexuell belästigt. Bereits im November habe sie über ihren Anwalt einen Brief an Seacrest, den Kanal "E!" und die Konzernmutter NBCUniversal geschickt. Der Moderator bestritt die Vorwürfe laut "Variety" mehrmals.

Der Sender habe danach eine Untersuchung des Falls eingeleitet und drei Monate später verkündet, dass diese abgeschlossen sei und "unzureichende Beweise zur Untermauerung der Vorwürfe gegen Seacrest" vorlägen. Die Untersuchung sei von einem von NBCUniversal beauftragten externen Anwalt durchgeführt worden. Damit hätte der Fall eigentlich abgeschlossen sein können, doch dann veröffentlichte "Variety" kurz vor den Oscars, bei den Ryan Seacrest als Red-Carpet-Moderator für "E! News" fungieren soll, eben jenen Artikel...

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Wie "E!" dem Sender CNN bestätigte, wird Seacrest nicht davon abweichen am 4. März bei den Oscars zu moderieren. "Im Verlauf des zweimonatigen Prozesses sprach unser externer Anwalt mit mehr als zwei Dutzend Personen über die Anschuldigungen, einschließlich mehrerer Treffen mit der Antragstellerin und aller von ihr aufgezählten Augenzeugen. Der Ermittler ist ein Anwalt mit knapp 20 Jahren Erfahrung und ist in seinem Beruf hoch angesehen. Alle Behauptungen, die die Legitimität dieser Untersuchung in Frage stellen, sind völlig unbegründet", heißt es in einem Statement.

Ryan Seacrest leugnet die Vorwürfe

Seacrest selbst veröffentlichte ebenfalls ein Statement, in dem er die Anschuldigungen noch einmal zurückwies: "Ich habe extrem hart gearbeitet, um meinen Erfolg zu erreichen. Ich nehme meine Chancen nicht als selbstverständlich hin. Ich möchte niemanden beschuldigen, dass er lügt, aber in diesem Fall habe ich keine andere Wahl, als die Vorwürfe gegen mich erneut zu leugnen, die Menschen daran zu erinnern, dass ich von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen wurde, und die Angelegenheit zu den Akten zu legen."

Viele Stars wollen Seacrest aus dem Weg gehen

Dass Seacrest bei den Oscars moderieren wird, bedeutet vor allem für die PR-Leute der Hollywood-Stars zusätzlichen Stress. Wie "PageSix" berichtet, wollen viele ihre Stars auf dem roten Teppich von dem Moderator fernhalten, um kein schlechtes Licht abzubekommen. Demnach wollen sie ihre Klienten entweder zu Seacrests Co-Moderatorin Giuliana Rancic schicken oder "E!" komplett überspringen. Aus PR-Insiderkreisen heißt es: "Eigentlich ist Ryan derjenige zu dem du willst... aber es gibt so viele andere Anlaufstellen auf dem Teppich, warum sollte man das riskieren? Es gibt eine Menge anderer Möglichkeiten für unsere Klienten sich zu präsentieren."

Eine weitere PR-Quelle sagte "Page Six" im Hinblick auf die #MeToo-Debatte: Es hänge von dem jeweiligen Star ab, aber wenn es jemand sei, der in die Bewegung involviert ist, wolle man es dieser Person nicht zumuten, mit Seacrest in Kontakt treten zu müssen. "Das würde niemand tun, der klug ist."

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