Ruth Moschner rechnet mit TV-Verdienst ab: "Ist schockierend"

Seit Mitte der 90er steht Ruth Moschner (50) als Moderatorin vor den Kameras. An ihren Gagen und beruflichen Angeboten bemerkte sie im Laufe der Jahre große Unterschiede. Die gebürtige Münchnerin rechnet jetzt mit der TV-Branche ab und verrät, woran sich ihr Verdienst wirklich gemessen hat.
Ruth Moschner rechnet mit TV-Verdienst ab: "Ist schockierend"
Über die Jahre hat sich Ruth Moschners optisch immer wieder gewandelt. Für ihre Arbeitgeber in der TV-Branche sei ihr Erscheinungsbild von großer Bedeutung gewesen, erzählt Moschner in der Talkshow "DAS! Rote Sofa". Die Blondine berichtet, dass sie in den Phasen, in denen sie eher dünn gewesen sei, "die meisten Angebote" für Jobs bekommen und auch "mehr Geld verdient" habe.
In diesen Zeiten trug Ruth Moschner laut eigenen Angaben Kleidergröße 34/36, "wie es die Gesellschaft eben so möchte". Nicht nur für ihre Arbeitgeber im TV habe ihr Körperbild eine wichtige Rolle gespielt. "Die Firmen, die mich Jahre vorher noch als Presswurst bezeichnet haben und mich nicht ausstatten wollten, haben dann angerufen und mich gefragt, ob ich ihre Klamotten tragen möchte. Das ist schon sehr schockierend."

Moderatorin über verändertes Körperbild: "Als hätte man einen Weg für Weltfrieden gefunden"
Die 50-Jährige verrät: "Ich hab durch eine Ernährungsumstellung auch Körpergewicht verloren. Und man wurde behandelt, als hätte man einen Weg für Weltfrieden gefunden. Dabei bin ich nur ein paar Kilos losgeworden, die einfach aufgrund meiner Gesundheit da nicht hinsollten."
Ruth Moschner dankbar: "Geh auch besser mit mir um"
Das eigene Wohlbefinden ist für Ruth Moschner ein zentraler Punkt im Leben. 2014 absolvierte sie ein Fernstudium zur Fachberaterin für holistische Gesundheit und Ernährung, in dem sie ihren Körper zu schätzen lernte. "Durch meine Ausbildung als ganzheitliche Gesundheitsberaterin hab ich mich mehr wissenschaftlich mit meinem Körper beschäftigt. Und seitdem ich weiß, was er alles kann, was er für mich macht, bin ich dankbarer und geh auch besser mit mir um." In ihrem neuen Buch "Die Fuck-it-List-Challenge" erzählt Moschner von ihren Erfahrungen mit Selbstoptimierungswahn und gesellschaftlichen Zwängen. Ihre Message ist deutlich: Die Moderatorin will auch andere Menschen ermutigen, sich von Erwartungen an den eigenen Körper zu befreien.