Russell Brand vor Gericht: Er plädiert auf nicht schuldig

Der britische Schauspieler und Moderator Russell Brand hat vor einem Londoner Gericht zu weiteren Vorwürfen sexueller Gewalt, darunter Vergewaltigung, auf nicht schuldig plädiert. Ein Prozess zu früheren Anklagepunkten ist bereits für Juni angesetzt.
(lau/spot) |
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Im Leoparden-Hemd mit offenen Knöpfen erschien Russell Brand am Dienstag vor Gericht.
Im Leoparden-Hemd mit offenen Knöpfen erschien Russell Brand am Dienstag vor Gericht. © imago images/ZUMA Press / Tayfun Salci

Neue Anklagepunkte, altes Muster: Russell Brand (50) sieht sich in Großbritannien mit weiteren schweren Vorwürfen konfrontiert. Vor dem Southwark Crown Court in London wies der Schauspieler und Moderator am Dienstag einen weiteren Vergewaltigungsvorwurf sowie einen weiteren Vorwurf wegen sexuellen Übergriffs zurück und plädierte auf nicht schuldig.

Die neuen Vorwürfe beziehen sich laut der Staatsanwaltschaft auf Vorfälle im Jahr 2009 in London und betreffen zwei Frauen, wie die BBC berichtet. Brand erschien in einem Leoparden-Hemd mit mehreren offenen Knöpfen und einem Fedora-Hut im Gerichtssaal. Auch eine Bibel trug der 50-Jährige mit sich.

Bereits sieben Anklagepunkte

Die jüngsten Anschuldigungen sind dabei längst nicht die einzigen, mit denen sich Brand konfrontiert sieht. Bereits im Mai letzten Jahres hatte er in einem anderen Verfahren auf nicht schuldig plädiert - in Bezug auf zwei Vergewaltigungsvorwürfe, einen Vorwurf wegen eines unsittlichen Übergriffs sowie zwei Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe. Diese früheren Vorwürfe beziehen sich auf mutmaßliche Taten in London und Bournemouth zwischen 1999 und 2005 und betreffen insgesamt vier Frauen. Der Prozess dazu ist für Juni dieses Jahres angesetzt.

Ob die neuen Anklagepunkte mit dem bestehenden Verfahren zusammengelegt werden, soll in einer Anhörung im März geklärt werden. Brands Anwalt hatte dem Bericht zufolge erklärt, sein Mandant benötige mehr Zeit, um sich mit den zusätzlichen Vorwürfen auseinanderzusetzen. Brand blieb auch nach dem Gerichtstermin auf Kaution und muss zu einem noch festzulegenden Termin erneut vor dem Southwark Crown Court erscheinen.

Ermittlungen begannen nach Medienrecherchen

Ins Rollen kamen die Ermittlungen gegen Brand durch investigative Recherchen der "Sunday Times", der "Times" und der Channel-4-Sendung "Dispatches" im Jahr 2023. Der gebürtige Brite aus Essex hatte sich zunächst als Stand-up-Comedian einen Namen gemacht und wurde durch TV-Shows wie "Big Brother's Big Mouth" sowie eigene Radiosendungen bei BBC Radio 2 und 6 Music einem breiten Publikum bekannt.

Später gelang Brand auch der Sprung nach Hollywood und war in Filmen wie "Nie wieder Sex mit der Ex" (Originaltitel: "Forgetting Sarah Marshall") und "Männertrip" ("Get Him to the Greek") zu sehen. In den vergangenen Jahren erfand sich Brand als politischer Podcaster neu und pendelt zwischen den USA und Großbritannien. Der Ex-Mann von Popstar Katy Perry (41) hat mittlerweile drei Kinder mit seiner Ehefrau Laura Gallacher (38).

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