"Rosenheim-Cops"-Star Max Müller: Bedenken wegen Kündigung
Seit über 25 Jahren steht Max Müller (61) für die "Rosenheim-Cops" vor der Kamera. Auch in der kommenden Staffel der beliebten ZDF-Serie wird er wiederzusehen sein. Das Erfolgsformat zu verlassen, kam für Müller bislang nie infrage. Dabei hatte der Schauspieler vor dem Start der Sendung im Januar 2002 zunächst große Zweifel.
Vor Zeit bei "Rosenheim-Cops": TV-Star Max Müller verrät Bedenken
Vor dem TV-Engagement für das ZDF hat sich der Österreicher vorrangig auf Theaterschauspiel fokussiert, erzählt er im Podcast "Herrlich ehrlich – Menschen hautnah". Seine Tätigkeit am Theater in der Josefstadt in Wien hat Müller nach sieben Jahren beendet. Der heutige Fernsehstar bemerkte: "Jetzt ist einfach Zeit für was Nächstes." Doch nach der Kündigung wuchsen erste Zweifel. "Ich habe überhaupt nicht gewusst, wie es auf lange Sicht weitergehen wird", verrät der 61-Jährige. Im Anschluss wurde er auf "Die Rosenheim-Cops" aufmerksam und fasste den Entschluss, am Casting für die Serie teilzunehmen.
Nicht überzeugt von "Rosenheim-Cops": Max Müller über Anfänge bei ZDF-Serie
Zu dem Zeitpunkt sei er von der ZDF-Produktion jedoch nicht völlig überzeugt gewesen. Denn um in der Serie mitwirken zu können, galt es, Dialekt zu lernen. "Viel Ahnung von Bairisch hatte ich eigentlich nicht", musste er sich eingestehen.

Damit Max Müller beim Casting überzeugen konnte, war viel Vorbereitung nötig. "Ich habe mich halt richtig zugedröhnt mit bayerischen Volksschauspielern und Kabarettisten." Den Dialekt bei anderen Menschen zu hören, scheint für Müller die beste Übung gewesen zu sein. Beim Vorsprechen für "Die Rosenheim-Cops" konnte sich der Österreicher schlussendlich die Rolle des "Michi Mohr" sichern. Er lernte Schauspielerkollege Joseph Hannesschläger (†57) kennen, der später "Korbinian Hofer" verkörperte. Mit ihm hat sich Müller "sofort sehr gut verstanden".
Der 61-Jährige ist heute sehr glücklich, damals zum Casting gegangen zu sein. "Daraus wurde eben ein Engagement, das mich wirklich sehr gefreut hat", schwärmt Müller im Podcast.

Keine Rollen wegen "Rosenheim-Cops": "Man muss sich entscheiden"
Doch nach über 25 Jahren bei den "Rosenheim-Cops" weiß der Österreicher, dass ein langes Mitwirken in einer Serie auch Nachteile haben kann. Rollenangebote für andere Formate werden seltener, bestätigt der TV-Star. Der Grund? Viele Regisseure verbinden Schauspieler offenbar zu sehr mit der Figur, die sie über viele Jahre hinweg verkörpern.
Max Müller betont: "Man muss sich entscheiden. Wenn man sagt, man spielt jetzt in einer Serie mit, dann weiß man am Anfang nicht, ob das ein Erfolg wird. Das kann aber durchaus passieren. Und dann kann auch sein, dass man da länger dabei ist." Er ist der Meinung, ein Schauspieler habe viele Vorteile, wenn er sich für ein langes Serien-Engagement entscheidet. Doch damit nehme der Darsteller eben in Kauf, für andere Produktionen unter Umständen nicht mehr reizvoll zu sein.
Die "Rosenheim-Cops" als "Sprungbrett für etwas Besseres" zu nutzen, sei für Max Müller "nie eine Option" gewesen. "Dafür spiele ich die Rolle einfach zu gern", so der 61-Jährige über die Figur "Michi Mohr".

