"Rosenheim-Cops"-Star Karin Thaler schwärmt von diesem TV-Star

Karin Thaler (60) ist seit mehr als zwei Jahrzehnten als Marie Hofer festes Gesicht der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops". In ihrer Autobiografie "Stark, weil ich stark sein musste - Die Doppelrolle meines Lebens", die am 1. April im Knaur Verlag erscheint, gewährt die Schauspielerin nun sehr persönliche Einblicke.
Eines der persönlichsten Kapitel dreht sich um ihre Verbindung mit Schauspielkollege Sascha Hehn (71). Die beiden lernten sich bei den Dreharbeiten zu "Ein Engel für Felix" im Jahr 1992 kennen. Thaler erinnert sich im Gespräch mit der "Abendzeitung", dass Mutter und Freundin sie vorgewarnt hatten: "So ein Wahnsinns-Typ der Sascha Hehn, in den wirst du dich sofort verlieben." Ihre damalige Reaktion: ungläubiges Lachen. Und dann kam die Realität. "Ein Blick von ihm genügte, und ich war hin und weg."
Eineinhalb Jahre, die gutgetan haben
Die Beziehung zu Hehn beschreibt Thaler als heilsame Zeit - als Kontrast zu einer vorangegangenen unglücklichen Liebe. "Er hat mein Selbstwertgefühl gesteigert, ich habe mich mit ihm wohlgefühlt, er hat mir gutgetan", sagt sie rückblickend. Inzwischen haben sich die beiden vollständig aus den Augen verloren. Nicht mal eine aktuelle Telefonnummer habe sie noch von ihm.
Den dauerhaften Gegenpol bildet Ehemann Milos Malesevic (58), Musiker, den Thaler 1997 standesamtlich heiratete und 2019 noch einmal in einer romantischen Zeremonie auf den Malediven. Die ersten gemeinsamen Jahre waren hart - geprägt von Existenzängsten, kaum Urlaub, wenig Spielraum. Dass die Ehe trotzdem hielt, schreibt Thaler vor allem der Sturheit ihres Mannes zu. Als sie in einer besonders belastenden Phase alles hinwerfen wollte, Job und Ehe inklusive, blieb Milos. "Seine Liebe war stärker als alles", sagt sie.
Bewusst kinderlos: "Jetzt bin ich mal dran"
Ein weiteres Thema, das Thaler in ihrem Buch nicht ausspart: ihre Entscheidung, keine Kinder zu bekommen. Bereut hat sie das nie. Sie begründet es unmittelbar mit den Jahren der selbst auferlegten Verantwortung für ihre Mutter Hedwig. Nach Thalers Worten war sie "ein grundguter, liebevoller Mensch, aber krank, sie hatte eine manisch-depressive Störung und war spielsüchtig. Ich bin stark geworden, weil ich stark sein musste".
"Als es ein bisschen leichter wurde, hätte ich es mir gar nicht vorstellen können, nochmals alles zu geben", sagt sie heute über die Entscheidung gegen ein eigenes Kind. Die Konsequenz war klar: "Jetzt bin ich mal dran, jetzt kommt meine Zeit, ich will frei sein." Ihr Mann Milos habe das respektiert. Sein Kommentar: "Das entscheidest du, es ist dein Körper."
Beruflich läuft es derweil weiter: Ab Mitte April dreht Thaler 24 neue Folgen der "Rosenheim-Cops" - wenn auch mit etwas weniger Präsenz als gewohnt. Den Generationswechsel in der Serie, den Abgang von Marisa Burger (52) und die Besetzung ihrer Nachfolge mit der serieninternen Sarah Thonig (34), findet sie klug gelöst. Und ihre eigene Zukunft? Die nimmt die 60-Jährige so, wie sie kommt: "Ich wurstel mich noch ein bisschen durch, solange sie mich haben wollen und solange ich mich anschauen mag."