Max Müller offenbart über "Rosenheim-Cops": "Freundschaft funktioniert unter Kollegen nicht"

Am Set von "Die Rosenheim-Cops" hat Serien-Urgestein Max Müller schon viele kommen und gehen sehen. Wie versteht man sich unter Schauspielkollegen eigentlich privat? Im AZ-Gespräch gibt der Schauspiel-Star intime Einblicke.
von  Sven Geißelhardt, Daniela Schwan
Max Müller dreht seit 25 Jahren für "Die Rosenheim-Cops".
Max Müller dreht seit 25 Jahren für "Die Rosenheim-Cops". © BrauerPhotos/P.Schoenberger

In der Öffentlichkeit präsentieren sich die Stars einer erfolgreichen Serie wie "Die Rosenheim-Cops" meist harmonisch Seite an Seite – immerhin steht die Produktion mit ihren Geschichten im Vordergrund. Aber versteht man sich auch so gut, wenn die Kameras aus sind? Mit der AZ hat Schauspieler Max Müller offen und ehrlich über Freundschaften im Business gesprochen.

Max Müller offenbart: "Bin öfter enttäuscht worden"

Der "Michi Mohr"-Darsteller ist einer der wenigen "Rosenheim-Cops"-Stars der ersten Stunde. Lediglich Karin Thaler ist aus dem aktuellen Cast genauso lange dabei. In seinen 25 Jahren am Set der beliebten ZDF-Serie konnte Max Müller einige Erfahrungen mit Kollegen sammeln – mit Marisa Burger und Karin Thaler hat er daher eine ganz besondere Verbindung. Dennoch zeigt er sich verhalten, wenn es um persönliche Beziehungen in der Schauspielbranche geht.

Karin Thaler, Max Müller und Marisa Burger waren bereits in der ersten Folge "Die Rosenheim-Cops" zu sehen.
Karin Thaler, Max Müller und Marisa Burger waren bereits in der ersten Folge "Die Rosenheim-Cops" zu sehen. © imago/Sven Simon

"Das ist ein ganz schwieriges Thema für mich", sagt Max Müller der AZ am Rande einer Lesung von Karin Thaler in der Rosenheimer Buchhandlung Thalia.

Was steckt hinter Müllers Meinung? "Ich bin öfter von sogenannten Freunden ziemlich enttäuscht worden und diesbezüglich inzwischen sehr zurückhaltend." Seit Jahrzehnten begleiten ihn allerdings zwei beste Freunde, "die Maria und den Günther", durch die Hochs und Tiefs seines Lebens. Dass diese Verbindung so beständig ist, hat einen bestimmten Grund: "Beide sind zum Glück nicht in der Schauspielbranche."

Keine Freundschaften unter "Rosenheim-Cops"? "Egoismus ist viel zu groß"

Sind Freundschaften im Business etwa nicht von Dauer? Max Müller hat dazu eine klare Einstellung. "Gute Bekanntschaft und Kollegialität" gebe es ihm zufolge durchaus, aber: "Wahre Freundschaft funktioniert unter Kollegen nicht, dazu ist der Egoismus viel zu groß." Verständlich, immerhin befinden sich Schauspieler meist in direktem Konkurrenzkampf um Rollen, Aufmerksamkeit und Sendezeit.

Dass hinter den Kulissen von "Die Rosenheim-Cops" zwischen den Schauspielern die Fetzen fliegen, ist aber eher unwahrscheinlich. Vergangenes Jahr sagte Max Müller der AZ, dass die Stimmung am Set "meist recht entspannt" sei – immerhin kennen sich die meisten Kollegen vor oder hinter der Kamera "schon viele Jahre lang. Das macht manches etwas einfacher". Und auch eine klare Trennung zwischen Privat- und Berufsleben kann hilfreich sein.

Müller legt aktuell besonders viel Wert auf Privates und tritt bei den "Rosenheim-Cops" etwas kürzer. Er will sich stattdessen lieber um seine Mutter kümmern, die inzwischen in einem Heim nahe Wien lebt.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.