Robert Lewandowski: "Ich wünsche mir manchmal, ein No-Name zu sein"

Bayern-Star Robert Lewandowski kämpft auch ab und an mit den Schattenseiten des Ruhms. Er vermisse manchmal, einfach mit der Familie spazieren gehen zu können - "ohne dieses Gefühl, ständig beobachtet zu werden", sagte er "GQ".
| (hub/spot)
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Robert Lewandowski bei einem Bayern-Spiel
Robert Lewandowski bei einem Bayern-Spiel © MDI/Shutterstock.com

FC-Bayern-Star Robert Lewandowski (32) vermisst manchmal, einfach mit der Familie spazieren gehen zu können - "ohne dieses Gefühl, ständig beobachtet zu werden", wie er im "GQ"-Interview sagte. Und der Fußballer fügt hinzu: "Bitte nicht falsch verstehen, die meisten Menschen sind sehr nett zu mir. [...] Ich wünsche mir aber manchmal, ein No-Name zu sein."

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Lewandowski, der das Cover der zweiten "GQ"-Printausgabe 2021 ziert, erklärt in dem Magazin zudem über seinen Umgang mit Problemen: "Ich habe das gelernt. Klar, ich kann nicht zu 100 Prozent alles wegdrücken, das hängt auch davon ab, wie groß das Problem ist, wie wichtig es für mich persönlich ist. [...] Früher dachte ich, dass ich das alles in mir halte. Ich war sicher, dass ich es selbst verarbeiten kann und dann die Probleme verschwinden. Für einen kurzen Moment mag das gelingen, aber langfristig bleibt immer etwas zurück."

Er versuche mittlerweile, "immer über die Dinge zu sprechen, die mir auf dem Herzen liegen. Wenn ich Sachen ausspreche, komme ich manchmal von ganz alleine auf die Lösung". Mit seiner Frau Anna (32), mit der Lewandowski seit 2013 verheiratet ist, klappe das gut. "Sie ist Trainerin, war Karate-Weltmeisterin und versteht oft ganz genau, was ich meine oder sagen will. Manchmal muss sie auch einfach nur zuhören - und mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Gemeinsam finden wir den besten Weg", erklärt der "Weltfußballer des Jahres" 2020.

"Dafür bin ich meinen Kindern dankbar"

Das Paar hat zwei Töchter, die 2017 und 2020 zur Welt kamen. "Solange ich keine Kinder hatte, war ich auch privat sehr verschlossen", verrät Robert Lewandowski in "GQ". "Als meine Kinder auf die Welt kamen, habe ich verstanden, was es bedeutet, Vater zu sein, und was wichtig ist im Leben. Am wichtigsten ist die Familie. Auch nach Niederlagen oder schlechten Momenten werde ich, wenn ich nach Hause komme, mit einem großen Lachen und Freude empfangen. Das hat mich auch zu einem offeneren, kontaktfreudigeren Menschen gemacht. Dafür bin ich meinen Kindern dankbar."

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