Rebecca Mir: "Wir müssen nicht jeden Trend mitmachen"

Sie ist mittlerweile ein echter Stammgast auf der Berlin Fashion Week: Rebecca Mir (34). Auch in diesem Jahr lässt sich das Model und die Moderatorin die Modewoche nicht entgehen und besuchte unter anderem das Vogue Café in Partnerschaft mit Magnum. Im Interview verrät Mir, welche Fashion-Pieces sie gerade ständig trägt, warum Perfektionismus für sie an Bedeutung verloren hat und welches Ritual mit ihrem fünfjährigen Sohn ihr besonders am Herzen liegt.
Welche Fashion-Pieces dürfen bei Ihnen gerade nicht fehlen?
Rebecca Mir: Gerade gehe ich kaum ohne Caprihose und Mules aus dem Haus. Beides ist total im Trend, super bequem und lässt sich vielseitig stylen - schick für den Abend, aber genauso gut im Alltag. Für mich sind das absolute Must-haves. Ich bin gerade drei Wochen am Stück unterwegs und kann damit ganz viele Looks kreieren. Flip-Flops liebe ich ebenfalls in allen Varianten. Mit kleinem Mini-Absatz oder aus Leder finde ich sie besonders schön - gerade im Sommer sind sie süß, stylish und zeitlos.
Hat sich Ihr Blick auf Mode und Schönheit verändert, seit Sie Mutter sind?
Mir: Bei Mode ist es vor allem wichtig, dass man sich wohl in seiner Haut fühlt und das Outfit mit Selbstbewusstsein trägt. Wir müssen nicht unbedingt jeden Trend mitmachen. Es ist einfach wichtig, dass es zu einem selbst passt und man Spaß daran hat.
Neben der Mode steht während der Berlin Fashion Week auch der Genuss im Fokus, wie hier im Vogue Café mit Magnum. Welchen Lifestyle-Trend machen Sie tatsächlich mit - und welcher ist Ihrer Meinung nach überschätzt?
Mir: Ich muss tatsächlich sagen: Proteinkaffee, weiß ich nicht. Ich glaube, bei diesem Trend bin ich einfach raus. Oder ich habe bisher einfach noch nicht den richtigen Proteinkaffee getrunken.
Was ist momentan Ihr persönlicher Sommer-Favorit, den Sie den ganzen Sommer genießen könnten?
Mir: Mein absoluter Sommerfavorit ist natürlich Eis. Wer könnte einen Sommer ohne Eiscreme überleben? Ich glaube, keiner. Das liebe ich sehr, vor allem Vanilleeis. Und als Getränk mag ich einfach gerne kaltes Sprudelwasser mit etwas frisch gepresster Zitrone.
Sie jonglieren Karriere, Familie und zahlreiche Projekte. Was hilft Ihnen dabei, im Alltag organisiert zu bleiben?
Mir: To-do-Listen. Ich schreibe mir alles auf, weil ich es sonst vergessen würde. Und dann müsste ich nachts auch noch darüber nachdenken. Also schreibe ich ganz brav To-do-Listen und versuche, sie alle nach und nach abzuhaken. Und es macht dann auch richtig Spaß, sie abzuarbeiten und durchstreichen zu können.
Gibt es eine Routine, die Ihnen als Mutter besonders wichtig geworden ist?
Mir: Eine Routine, die mir als Mama besonders wichtig ist, ist, abends vor dem Schlafengehen gemeinsam ein Buch zu lesen. Das macht uns sehr viel Spaß. Ich finde diese gemeinsame Zeit einfach schön. Dabei kann man auch mal über wichtige Themen sprechen. Und genau das möchte ich auf keinen Fall verpassen.
Was macht Ihnen heute mehr Freude als mit Anfang 20?
Mir: Ich würde sagen: früh schlafen gehen. Es ist für mich inzwischen absoluter Luxus, früh ins Bett zu gehen. Mit Anfang 20 war man noch lange unterwegs und hat eher wenig geschlafen. Und jetzt mit Kind freut man sich über jede Stunde mehr Schlaf.
Gibt es etwas, das Sie früher unbedingt erreichen wollten und das heute viel weniger wichtig erscheint?
Mir: Perfektionismus. Ich versuche zwar immer noch, Dinge gut zu planen. Aber wenn sie nicht so laufen, wie geplant, ist das auch nicht schlimm. Einfach ein bisschen "go with the flow", das annehmen, was gerade passiert, und sich nicht zu sehr ärgern oder daran aufhängen, wenn etwas nicht klappt.