Raubüberfall in Paris: Kim Kardashian erhält einen Euro Entschädigung

Fast zehn Jahre nach dem spektakulären Überfall auf Kim Kardashian in einem Pariser Luxushotel scheint die juristische Aufarbeitung abgeschlossen. Ein Gericht sprach dem Reality-Star nun einen symbolischen Euro Entschädigung zu - genau die Summe, die Kardashian selbst gefordert hatte.
(lau/spot) |
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Kim Kardashian bezeichnete den Überfall in einer Erklärung als "zutiefst traumatische Erfahrung".
Kim Kardashian bezeichnete den Überfall in einer Erklärung als "zutiefst traumatische Erfahrung". © imago/ZUMA Press Wire / Mickael Chavet

Kim Kardashian (45) ist für den Raubüberfall in ihrer Pariser Hotelsuite eine Entschädigung von einem Euro zugesprochen worden. Das entschied ein Pariser Gericht am Dienstag, wie unter anderem die britische "Daily Mail" berichtet. Die symbolische Summe hatte die Unternehmerin nach Angaben eines beteiligten Anwalts selbst beantragt.

In einer gemeinsamen Erklärung mit ihrer Stylistin Simone Harouche, die den Überfall ebenfalls miterlebte, dankte Kardashian am Dienstag der französischen Justiz. "Die Erfahrung war zutiefst traumatisch. Wir spüren bis heute die Auswirkungen."

Bei der Entscheidung des Gerichts gehe es ihnen nicht um "Entschädigung, sondern um Rechenschaft und Anerkennung", erklärten Kardashian und Harouche weiter.

Sechsstellige Summe für Hotelangestellten

Deutlich mehr Geld sprach das Gericht einem ehemaligen Rezeptionisten des Hôtel de Pourtalès zu, in dem sich der Überfall ereignet hatte. Nach Angaben seines Anwalts erhält er 109.516 Euro.

Der frühere Angestellte hatte erklärt, durch den Überfall vom 2. Oktober 2016 traumatisiert worden zu sein, und 550.000 Euro Schadenersatz samt Zinsen gefordert. Sein Anwalt wertete die Entscheidung dennoch als Erfolg. Dem Hotel selbst sprach das Gericht 50.000 Euro zu, Stylistin Harouche erhielt wie Kardashian einen symbolischen Euro.

Zwei Täter kamen in Polizeiuniform

Kim Kardashian war im Oktober 2016 während der Pariser Fashion Week in einem Luxushotel überfallen und ausgeraubt worden. Zwei Männer gaben sich als Polizisten aus, verschafften sich Zutritt zu ihrer Suite, fesselten Kardashian und bedrohten sie mit einer Waffe. Die Täter erbeuteten Schmuck im Wert von mehr als neun Millionen Euro, darunter den Verlobungsring ihres Ex-Mannes Kanye West (49). Das rund vier Millionen US-Dollar teure Schmuckstück ist bis heute verschwunden.

Wegen ihres vergleichsweise hohen Alters wurden die Angeklagten, die im Schnitt etwa 60 Jahre alt waren, in den Medien als "Räuber-Opas" oder "Opa-Gangster" bezeichnet.

Acht Angeklagte sprach ein Pariser Gericht im vergangenen Jahr unter anderem wegen bewaffneten Raubs, Entführung und Bandenbildung schuldig. Da ihnen die bereits verbüßte Untersuchungshaft angerechnet wurde, musste keiner von ihnen erneut ins Gefängnis. Gegen die Urteile legte niemand Berufung ein.

"Die schrecklichste Erfahrung meines Lebens"

Nach den Schuldsprüchen hatte Kardashian den französischen Behörden gedankt und erklärt, sie sei "mit dem Urteil zufrieden". Den Überfall bezeichnete sie als "die schrecklichste Erfahrung meines Lebens".

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