Rapper Mystikal wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt

Der US-Rapper Mystikal ist in Louisiana wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der 55-Jährige hatte sich zuvor schuldig bekannt.
(jom/spot) |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Rapper Mystikal hat sich in einem Vergewaltigungsfall schuldig bekannt.
Rapper Mystikal hat sich in einem Vergewaltigungsfall schuldig bekannt. © action press/Charlie Varley/Sipa USA /sipausa

Der US-Rapper Mystikal (55) ist wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht im US-Bundesstaat Louisiana verkündete das Urteil am Dienstag gegen den Musiker, der mit bürgerlichem Namen Michael Tyler heißt. Das berichten der Sender WBRZ und das Portal "Louisiana First News" übereinstimmend. Eine Bewährung ist demnach ausgeschlossen, die bereits verbüßte Untersuchungshaft wird angerechnet.

Der 55-Jährige hatte sich im März dieses Jahres in einem Geständnis der Vergewaltigung dritten Grades schuldig bekannt. Ursprünglich war Tyler nach Angaben beider Quellen wegen Vergewaltigung ersten Grades festgenommen worden - ein Vorwurf, auf den in Louisiana eine lebenslange Haftstrafe stehen kann. Erst durch die Verständigung mit der Justiz wurde das Strafmaß auf maximal zwei Jahrzehnte begrenzt.

Das Opfer forderte die Höchststrafe

Bei der Urteilsverkündung wandte sich die Frau direkt an den Richter und verlangte die maximale Strafe. Sie schilderte laut WBRZ, Tyler habe sie geschlagen, gewürgt, ihr Haarsträhnen ausgerissen und sie anschließend vergewaltigt. Die Tat habe sich nach Angaben des Opfers bis heute auf ihre psychische und körperliche Gesundheit ausgewirkt.

Anschließend durfte sich Tyler äußern - allerdings nur gegenüber dem Gericht, nicht gegenüber der Frau. Sinngemäß erklärte er, er habe die Höchststrafe verdient, sollte er die Tat begangen haben. Laut "Louisiana First News" ergänzte er eine Entschuldigung und den Wunsch, das Opfer möge heilen.

Antrag auf Rücknahme des Geständnisses

Wenige Tage vor der Verurteilung hatte Tylers Anwalt nach Darstellung von WBRZ beantragt, das Schuldeingeständnis zurückzuziehen. Begründung: Sein Mandant habe nicht genug Zeit gehabt, die Folgen seiner Entscheidung vollständig zu überdenken. Das Gericht wies den Antrag zurück. Nach seiner Entlassung muss sich Tyler den Berichten zufolge weiterhin als Sexualstraftäter registrieren lassen.

Nicht der erste Fall

Der aus New Orleans stammende Tyler war festgenommen worden, nachdem Ermittler ein Opfer befragt hatten, das 2022 bei einem Angriff in Ascension Parish verletzt worden war. Es ist nicht das erste Verfahren dieser Art: Bereits in der Vergangenheit saß der Rapper wegen eines Sexualdelikts im Gefängnis. Laut CNN bekannte er sich im Jahr 2003 der sexuellen Nötigung schuldig und wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.