Randolf Rodenstocks elegante Wachablösung

Nach 13 Jahren sagt er Servus
| Michael Graeter
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Stabwechsel: Ministerpräsident Horst Seehofer mit Randolf Rodenstock (r.) und Alfred Gaffal.
Stabwechsel: Ministerpräsident Horst Seehofer mit Randolf Rodenstock (r.) und Alfred Gaffal.

MÜNCHEN Bändchen, eigentlich ein würdeloses Zeichen der Zivilisation, die sonst nur bei Ornithologen im Gebrauch sind, musste bei diesem Stabwechsel jeder der prominenten Gäste tragen: je nach Wichtigkeit in verschiedenen Farbtönungen. Ob auch Horst Seehofer, mit einem Großteil des Kabinetts inkl. Lieblings-Minister Markus Söder angetreten, eine solche Markierung trug, konnte ich im Gedränge der 800 Gäste nicht feststellen. Auch Politiker von gestern waren erschienen.

Weil Bayerns Polit-Creme und alle Wirtschaftsgrößen des Landes im vollbesetzten Festsaal des Hotels „Bayerischer Hof“ anwesend waren, herrschte eine Sicherheitsstufe wie kürzlich bei der Sicherheitskonferenz.

Arbeitgeber-Präsident Randolf Rodenstock, der früher mit seinem inzwischen verstorbenen Vater Rolf den gleichnamigen Brillenkonzern geführt hatte, ging – und Alfred Gaffal, Aufsichtsratsboss der Heizung- und Solar-Technik, kam. Eine elegante Wachablösung.

Nach einem Champagner-Empfang sagte der launig aufgelegte Ministerpräsident über Rodenstock, der 14 Jahre an der Spitze der Vereinigung gestanden hatte: „Sie waren einer der wichtigsten Arbeitgeber-Präsidenten in der Geschichte des Freistaats. Sie trugen dazu bei, dass der Unternehmer nicht Feind-, sondern Vorbild ist.“ Wie kein anderer habe Rodenstock den Spagat des Firmenchefs zwischen Gewinn und Gewissens geschafft.

Die Reden, darunter von Bundesarbeitgeber Dieter Hundt und Martin Kannegiesser (Gesamt-Metall) dauerten fast zwei Stunden. Da machte manchem Zuhörer, vor allem der holden Weiblichkeit, die Rückenlehne der Messingstühle zu schaffen. Im Gewühl: die Politiker Otto Wiesheu mit Frau Roswitha, Edmund Stoiber, Günther Beckstein, Werner Schnappauf und Siegfried Schneider, Christina Hundt, Konsulin Marian Schulz ( vor ihrem Konsulat lagen Blumen und brannten Kerzen zu Ehren des verstorbenen Hugo Chavez) und Butter-König Toni Meggle mit Frau Marina.

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