Ralph Siegel erlebte im künstlichen Koma schreckliche Situationen

Mitte Juli ist Ralph Siegel aus dem künstlichen Koma erwacht. Jetzt berichtet er, dass er währenddessen schreckliche Situationen erlebt hat.
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Ralph Siegel lag im künstlichen Koma. Es geht ihm mittlerweile den Umständen entsprechend besser.
Ralph Siegel lag im künstlichen Koma. Es geht ihm mittlerweile den Umständen entsprechend besser. © imago images/Sven Simon/Frank Hoermann

Nach dem künstlichen Koma befindet sich Ralph Siegel (80) auf dem Weg der Besserung. Er erinnert sich daran, was er in dieser Zeit erlebt hat. "Es war schrecklich", sagt der Komponist und Musikproduzent der "Bild"-Zeitung. "Du weißt ja, was Albträume sind. Aber Albträume sind lächerlich gegen das, was ich im Koma erlebt habe", erzählt Siegel. Die Bilder würden ihn noch immer verfolgen.

Siegel könne sich an viele Situationen erinnern, die auf ihn "so lebensnah" wirkten. "Sie haben nie stattgefunden, aber im Koma waren sie Realität", erläutert er. "Erpressungen, Gefangenschaft, schreckliche Geschichten. Ich wurde gefesselt, gefoltert, ermordet. Auch andere Personen sah ich vor mir, die leiden mussten." Die Szenen bezeichnet er als "grauenhaft".

Komponist bekommt täglich selbst gekochtes Essen

Ralph Siegel, der zu den erfolgreichsten modernen Komponisten Deutschlands gehört und über Jahrzehnte den Eurovision Song Contest geprägt hat, erwachte Mitte Juli aus dem Koma. Seine Tochter Giulia Siegel (51) bestätigte bei Instagram: "Die ganze Familie ist unendlich dankbar und erleichtert, dass er den ersten großen Schritt geschafft hat: Das künstliche Koma konnte beendet werden und er ist wach."

Ebenfalls auf der Plattform erklärte sie am 31. Juli 2026: "Unser Vater befindet sich derzeit in der Rehabilitation und arbeitet intensiv daran, nach dem langen Krankenhausaufenthalt wieder zu Kräften zu kommen." Siegel müsse die verlorene Muskulatur wieder aufbauen. Dass er mittlerweile wieder ein erstes Interview gegeben habe, sei "ein weiterer wichtiger Schritt auf seinem Weg der Genesung". Die Familie begleite Siegel täglich und man bringe ihm etwa selbst gekochte Speisen. "Die Genesung ist noch nicht abgeschlossen, entwickelt sich aber positiv", schreibt die Tochter des 80-Jährigen.

Tochter Giulia sollte sich von Ralph Siegel verabschieden

Wie ernsthaft die Lage offenbar war, verdeutlicht Ralph Siegel im Gespräch mit der Boulevardzeitung. Seine Tochter Giulia habe damals von einer Krankenschwester einen Anruf bekommen: "Wenn sie ihren Vater noch einmal sehen und sich von ihm verabschieden wollen, müsse sie jetzt kommen, haben sie ihr gesagt." Als er wach wurde, habe er geglaubt, dass er gestorben sei, weil so viele Menschen um ihn herum waren - seine drei Töchter, sein bester Freund und dessen Frau, seine Ehefrau Laura und auch die Sängerin Angela Wiedl (59) mit ihrem Ehemann.

Die ESC-Legende war wegen einer schweren Lungenentzündung in das künstliche Koma versetzt worden. Siegel hat die Intensivstation mittlerweile verlassen. "Mir geht es besser, aber nicht gut", bestätigt er auch in einer Nachricht an "Brisant". Und auch hier deutet er das Erlebte an: "Die Zeit im Koma war einfach schrecklich. [...] Was mir im Koma begegnet ist, war absolut grauenhaft. Und ich kann es kaum wiederholen."

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