Prinz Harry: Doch kein Familienaufenthalt in Großbritannien?

Prinz Harry (41) denkt offenbar darüber nach, seine für Juli geplante Reise nach Großbritannien doch ohne Herzogin Meghan (44) und die beiden Kinder Archie (7) und Lilibet (5) anzutreten. Auslöser ist eine Entscheidung der britischen Regierung, die der Familie - mal wieder - steuerfinanzierten Polizeischutz verweigert, wie die BBC berichtet.
Nach Informationen der Rundfunkanstalt erfuhr Harrys Team bereits am Freitag, kurz nachdem die Details des Besuchs öffentlich gemacht worden waren, dass es keinen vom Steuerzahler finanzierten Schutz für die Familie geben werde. Zuvor hatte er zum wiederholten Male eine formelle Anfrage dafür gestellt. Quellen zufolge sei Harry über die Absage am Boden zerstört, wolle aber weiterhin einen Weg finden, die Reise möglich zu machen.
Anlass ist der Start des einjährigen Countdowns zu den von ihm ins Leben gerufenen Invictus Games, die im kommenden Jahr in Birmingham stattfinden. Rund fünf Tage sollte die Familie im Land bleiben, Meghan wollte ihren Mann bei mehreren öffentlichen Terminen in London und den Midlands begleiten.
Der alte Streit um den Personenschutz
Während eines Aufenthalts auf einem königlichen Anwesen wäre Polizeischutz gewährleistet gewesen. Außerhalb dieser Zeiten aber müsste sich Harry auf das private Sicherheitsteam verlassen, das ihn aus Kalifornien begleitet, wurde demnach beschlossen. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Harry, Meghan sowie Archie und Lilibet während der Reise teils in königlichen, teils in privaten Unterkünften wohnen sollten - ein Angebot von König Charles (77), das sein jüngerer Sohn Harry bei früheren Besuchen noch ausgeschlagen hatte.
Der Konflikt um die Sussexes und ihren Polizeischutz schwelt schon lange. Im vergangenen Jahr hatte Harry vor Gericht einen Rechtsstreit um automatischen Polizeischutz bei Aufenthalten in Großbritannien verloren. Damals erklärte er der BBC, er wünsche sich eine "Versöhnung" mit der Königsfamilie - zugleich bezweifelte er, dass es sicher sei, seine Frau und seine Kinder zurück in seine Heimat zu bringen. "Ich kann mir keine Welt vorstellen, in der ich meine Frau und meine Kinder zum jetzigen Zeitpunkt zurück nach Großbritannien bringe - und das, was sie dabei verpassen, ist, nun ja, einfach alles", sagte er damals.
Besonders schwer wiegt die Hängepartie mit Blick auf König Charles: Seinen jüngsten Enkelkindern ist der Monarch zuletzt 2022 bei den Feierlichkeiten zum Platin-Jubiläum von Queen Elizabeth II. persönlich begegnet. Vater und Sohn hatten sich zuletzt im vergangenen September bei einem Treffen im Londoner Clarence House gesehen - es war ihre erste persönliche Begegnung seit Februar 2024.