Prinz Edward soll seinen Bruder Andrew über Ostern besucht haben
Ex-Prinz Andrew (66) lebt seit Wochen weitgehend abgeschottet auf dem Landrückzugsort der königlichen Familie in Sandringham - doch zumindest über Ostern hat er offenbar Besuch bekommen, wie jetzt bekannt wurde. Gemeinsam mit seiner Frau Sophie reiste laut Informationen von der britischen "Daily Mail" Prinz Edward (62) übers Osterwochenende nach Norfolk, um Andrew aufzusuchen. Demnach handelte es sich dabei nicht um einen höflichen Familienbesuch, sondern um etwas Konkretes: einen Kontrollbesuch aufgrund des Gemütszustands des 66-Jährigen.
Es war zugleich der erste Besuch eines Mitglieds der Königsfamilie, seit Andrew sich in sein temporäres Exil auf Wood Farm zurückgezogen hatte. Zu diesem Schritt war er auf Anweisung von König Charles III. (77) gezwungen worden, der Andrew aufgefordert hatte, sowohl die Öffentlichkeit als auch seinen bisherigen Wohnsitz, die Royal Lodge in Windsor, zu verlassen.
Ein Bruder in der Krise
Der Grund für Andrews Isolation ist schwerwiegend: Er wurde am 19. Februar wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben, während er als britischer Handelsbeauftragter tätig war. Die Polizeiermittlungen laufen noch, und das Umfeld von Prinz Edward beschreibt ihn als "tief beunruhigt" - nicht nur von den Vorwürfen selbst, sondern vor allem von dem, was diese mit seinem Bruder zu machen scheinen.
Edward und Sophie verbrachten laut Bericht einen Abend mit Andrew, man aß gemeinsam zu Abend und sprach die Dinge offen an. Ein Insider schildert der "Daily Mail" die Stimmung so: Beide seien besorgt über Andrews "fragile Verfassung" und hätten Mitleid mit dem Ausmaß seines Sturzes. Doch das Mitgefühl bedeute nicht, dass man Andrews Taten billige - "das entschuldigt nicht sein Verhalten", so die Quelle.
Charles zieht klare Linien, Edward hält Kontakt
Während König Charles eine unmissverständliche Distanz zu seinem Bruder gewahrt hat und darauf bestand, dass Andrew das Rampenlicht verlässt, nehme Edward eine andere, stillere Rolle ein. Insider beschreiben ihn als eine Art Vermittler im Hintergrund. Auch Prinzessin Anne (75) soll dem Vernehmen nach besorgt sein - nicht öffentlich, aber im Familiengespräch.
In einer öffentlichen Stellungnahme hatte Edward im Februar ausschließlich auf die Opfer des Epstein-Skandals hingewiesen: "Ich denke, es ist immer wichtig, sich an die Opfer zu erinnern - und wer die Opfer in all dem sind." Privat läuft die Kommunikation mit Andrew aber offenbar weiter. Einem königlichen Insider zufolge halte Edward den Kontakt bewusst aufrecht - auch wenn er seinem Bruder unmissverständlich klargemacht haben soll, dass eine Rückkehr als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie nicht mehr zur Debatte stehe.
Andrew zieht in sein neues Zuhause
Rund um den Besuch gab es auch praktische Fragen zu klären. Edward und Sophie übernachten normalerweise im Wood- Farm-Anwesen, wenn sie Sandringham besuchen - doch das war dieses Mal nicht möglich, weil Andrew noch dort residierte. Letzte Renovierungsarbeiten an der Marsh Farm, Andrews neuem dauerhaftem Wohnsitz in unmittelbarer Nähe, waren noch nicht abgeschlossen. Das Herzogspaar wich vorübergehend auf das Gardens House aus, ein kommerziell vermietetes Ferienhaus in der Nähe von Sandringham House. Von Verstimmungen zwischen den Brüdern wegen dieser Unannehmlichkeit will die königliche Entourage entgegen anders lautender Berichte jedoch nichts wissen: es herrsche deswegen kein "schlechtes Blut", schreibt die "Daily Mail".
Am Ostermontag dann vollzog Andrew den nächsten Schritt: Er verließ die Wood Farm und zog in sein neues Zuhause ein. Fotografen hielten fest, wie er den etwa 20-minütigen Fußweg zwischen den beiden Anwesen allein zurücklegte - lediglich seine Hunde als Begleitung.
Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de
- Themen:
