Prinz Andrew: Wurde die Klageschrift nicht ordnungsgemäß zugestellt?

Die Klageschrift wegen Missbrauchs und sexueller Nötigung wurde an Prinz Andrew überstellt. Doch nun behaupten seine Anwälte, dass dies nicht ordnungsgemäß geschehen sei.
| (ili/spot)
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Die Klageschrift wurde an Prinz Andrew überstellt.
Die Klageschrift wurde an Prinz Andrew überstellt. © Chris Allan/Shutterstock.com

Prinz Andrew (61) hat die juristischen Unterlagen für eine Zivilklage wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung einer Minderjährigen in den USA zugestellt bekommen. Sie wurden vom Sicherheitschef in der Royal Lodge, Andrews Herrenhaus in Windsor, entgegengenommen. Dies geht aus am Freitag in New York einsehbaren Gerichtsakten hervor. Demnach überreichte ein Vertreter der Klägerin die Dokumente am 27. August.

Anzeige für den Anbieter Glomex über den Consent-Anbieter verweigert

Am Freitagabend wurde jedoch bekannt, dass Andrews Anwälte behaupten, die Papiere seien nicht ordnungsgemäß zugestellt worden. Wie "Mail Online" weiter meldet, sollen sie daher die für Montag (13.9.) angesetzte Anhörung zu den Vorwürfen des Jeffrey-Epstein-Opfers Virginia Roberts Giuffre (38) boykottieren wollen.

Verhindert ein Formfehler den Prozess?

Das Team des zweitältesten Sohnes von Queen Elizabeth II. (95) hofft außerdem, dass der Fall wegen eines Formfehlers abgewiesen wird. Sein Anwalt Gary Bloxsome erklärte in einem Schriftsatz, dass das von Virginia Roberts Giuffre 2009 unterzeichnete Dokument ihre Klage ungültig machen könnte. Es ist der erste Hinweis darauf, wie der Prinz und seine Anwälte den Fall nach wochenlangem Schweigen abwehren wollen.

Zivilklage Anfang August eingereicht

Virginia Roberts Giuffre, ein angebliches Opfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953-2019), hat Anfang August eine Zivilklage gegen den Herzog von York eingereicht. In den Gerichtspapieren behauptet sie, der Royal habe sie zwischen 1999 und 2002 dreimal missbraucht - im Londoner Haus von Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell (59), in Epsteins Haus in Manhattan und im privaten karibischen Refugium des Finanziers auf den Virgin Islands (USA).

Der Prinz war ein Vertrauter der beiden Beschuldigten Epstein und Maxwell, sagt aber, er habe mit dem angeblichen Missbrauch der Mädchen nichts zu tun gehabt. Generell hat Prinz Andrew alle von Giuffre erhobenen Vorwürfe vehement zurückgewiesen. Er bestreitet auch, sie getroffen zu haben, und behauptet, ein 2001 in London aufgenommenes Foto der beiden sei möglicherweise manipuliert worden. Nach einem desaströsen BBC-Interview zum Epstein-Skandal Ende 2019 war er von seinen öffentlichen Ämtern zurückgetreten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren