Premiere für Papst Leo XIV.: Erster Ostersegen auf dem Petersplatz

Zum ersten Mal stand Papst Leo XIV. am Ostersonntag auf dem Petersplatz und spendete den Segen "Urbi et orbi". Vor Zehntausenden erinnerte er an Christus' Sieg über den Tod und rief zu Frieden auf.
(eyn/spot) |
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Papst Leo XIV. hat den Höhepunkt seiner ersten Ostertage als Pontifex absolviert.
Papst Leo XIV. hat den Höhepunkt seiner ersten Ostertage als Pontifex absolviert. © imago/ABACAPRESS/Iacobucci Marco/IPA

Rund 60.000 Menschen drängten sich am Ostersonntag auf dem Petersplatz in Rom, als Papst Leo XIV. erstmals den feierlichen Segen "Urbi et orbi" - der Stadt und dem Erdkreis - spendete. Es war das erste Osterfest des amerikanischen Papstes an der Spitze der katholischen Kirche, keine zwölf Monate nach seiner Wahl. Und er nutzte die Bühne des wichtigsten christlichen Fests für eine unmissverständliche Botschaft an die Welt.

"Der auferstandene Christus segne uns und schenke der ganzen Welt seinen Frieden", rief Leo XIV. den Gläubigen zu. Zuvor hatte er in seiner Predigt die Abgründe der Gegenwart beim Namen genannt: Krieg, Unterdrückung der Schwächsten, Profitgier, die die Ressourcen der Erde plündere. Die Welt des Jahres 2026 liefere täglich Belege dafür, dass der Tod nicht das letzte Wort haben solle - und der Glaube an die Auferstehung könne genau das bezeugen: "Der Tod ist für immer besiegt." Zum Abschluss des Ostersonntags richtete Leo XIV. von der Mittelloggia des Petersdoms noch einmal klare Worte an die Welt: "Wir dürfen nicht länger gleichgültig bleiben! Und wir dürfen uns nicht mit dem Bösen abfinden."

Erinnerung an Papst Franziskus

"Mitten in der Dunkelheit keimt immer etwas Neues auf, das früher oder später Frucht bringt", erklärte er zudem. Dabei zitierte er ausdrücklich seinen Vorgänger Papst Franziskus, der diese Worte in seinem apostolischen Schreiben "Evangelii gaudium" niedergeschrieben hatte.

Ein Jahr zuvor hatte der damalige Papst den Ostersegen noch selbst gesprochen - nur einen Tag vor seinem Tod. Franziskus war am Ostermontag 2025 im Alter von 88 Jahren gestorben. Sein letzter öffentlicher Auftritt auf dem Petersplatz, mit bereits schwacher Stimme, hatte die Welt tief bewegt.

Viele Oster-Premieren

Bevor Leo XIV. am Ostersonntag vor seine Anhänger trat, hatte er viele weitere Premieren gefeiert. In der Osternacht zog er still in den Petersdom ein und weihte das Osterfeuer. Dann trug er die brennende Osterkerze langsam durch die vollständig verdunkelte Basilika und entzündete die Lichter der Gläubigen.

In seiner Predigt der Osternacht sprach Leo XIV. von der Liebe Gottes, die stärker sei als alle Macht des Bösen. Er forderte die Gläubigen auf, die frohe Botschaft hinauszutragen: dass mit der Kraft des Auferstandenen eine neue Welt des Friedens und der Einheit möglich sei. Zehn Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt wurden während des Gottesdienstes getauft.

Am Karfreitag trug Leo XIV. beim Kreuzweg am Kolosseum das schlichte Holzkreuz selbst durch alle 14 Stationen. Am Gründonnerstag hatte der neue Papst Priestern die Füße gewaschen - ein Rückgriff auf die ursprüngliche Tradition, von der Franziskus bewusst abgewichen war, indem er Migranten und Strafgefangene dafür auswählte.

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