Polyton 2026: Giovanni Zarrella holt sich Schlager-Musikpreis

Die Akademie für Populäre Musik vergab zum dritten Mal den Polyton-Musikpreis. Giovanni Zarrella holte den Schlager-Preis, weitere Künstler wurden in insgesamt neun Kategorien ausgezeichnet. Doch zahlreiche Gewinner erschienen nicht zur Veranstaltung.
(ero/spot) |
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Bruce Darnell würdigt Giovanni Zarrella beim Polyton 2026.
Bruce Darnell würdigt Giovanni Zarrella beim Polyton 2026. © Jule Mehrhoff

Am Mittwochabend vergab die Akademie für Populäre Musik (AfPM) in Berlin zum dritten Mal den Musikpreis Polyton. Giovanni Zarrella (48) holte sich die Auszeichnung in der Kategorie Schlager. Weiter mit einem Preis beehrt wurden SSIO in der Kategorie Rap, Turbostaat in der Kategorie Punk, Rage Girl Remix in der Kategorie Pop, CATT in der Kategorie Indie Pop, Ellen Allien in der Kategorie EDM, Kadavar in der Kategorie Rock, Jonny Mahoro in der Kategorie Newcomer und Domiziana in der Kategorie Hyperpop.

Der Polyton orientiert sich weniger an den Verkaufszahlen, sondern wird nach künstlerischer Expertise eines Zusammenschlusses von Musikschaffenden gewichtet. "Polyton will Musik nicht nur auszeichnen, sondern auch erlebbar machen - als Kunstform, als gesellschaftliche Kraft und als Raum für Austausch", sagt Musikerin Balbina, Sprecherin der Akademie für Populäre Musik in einer Pressemitteilung. "Deshalb gehört zur Verleihung immer auch der Diskurs über die Bedingungen, unter denen Musik entsteht."

Polyton folgt auf den Echo

2023 wurde der Polyton zum ersten Mal vergeben. Zu den Gründungsmitgliedern zählten unter anderem Herbert Grönemeyer (69), Shirin David (30) und Roland Kaiser (73). Die Auszeichnung ist undotiert. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Wolfram Weimer fördert die Veranstaltung. Er sagt: "Ohne (Pop-)Musik wäre unser Alltag nicht nur stiller, sondern ärmer, grauer und sehr viel weniger menschlich."

2018 wurde der Echo als wohl bekanntester deutscher Musikpreis abgeschafft. Hintergrund war eine Kontroverse um die Auszeichnung der Rapper Kollegah und Farid Bang. Trotz frauenfeindlicher und antisemitischer Texte erhielten die beiden einen Echo für ein gemeinsames Album. Als Reaktion gaben zahlreiche andere ausgezeichnete Künstler ihre Echos zurück.

Viele Gewinner glänzten mit Abwesenheit

Allerdings waren zahlreiche ausgezeichnete Acts nicht bei der Veranstaltung erschienen, wie das "Rolling Stone"-Magazin in einem Kommentar schreibt. So fehlte etwa Nina Chuba (27), um den Preis für den Gemeinschaftssong "Rage Girl Remix" in der Kategorie Pop entgegenzunehmen. Die Abholerin sagte ins Mikrofon: "Ich sende viele Grüße an den Rest. Es fehlen noch sieben Andere." Auch der Gewinner in der Kategorie Rap, SSIO, war nicht auf der Veranstaltung. Genauso wenig wie der Gewinner in der Kategorie Punk, die Band Turbostaat.

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