Polizei-Untersuchung zu Andrew: Was ist beim Royal Ascot geschehen?

Nachdem Andrew Mountbatten-Windsor im Februar vorübergehend festgenommen wurde, untersucht die Polizei laut eines Medienberichts einen mutmaßlichen Vorfall, der sich im Jahr 2002 beim Royal Ascot ereignet haben soll.
(wue/spot) |
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Andrew Mountbatten-Windsor sieht sich weiterer Anschuldigungen gegenüber.
Andrew Mountbatten-Windsor sieht sich weiterer Anschuldigungen gegenüber. © imago images/Spotlight Royal / James Whatling

Die britische Polizei untersucht offenbar einen weiteren Vorwurf gegen Andrew Mountbatten-Windsor (66). Der jüngere Bruder von König Charles III. (77), der im Zuge seiner Verbindungen zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) seinen Prinzentitel verloren hat, soll sich bereits im Jahr 2002 während des berühmten Royal-Ascot-Pferderennens einer Frau gegenüber unangebracht verhalten haben. Das berichtet die "Sunday Times".

Kriminalbeamte der Thames Valley Police nehmen das mutmaßliche Fehlverhalten demnach im Zuge einer breiteren Untersuchung unter die Lupe. Andrew wird Amtsmissbrauch vorgeworfen, eine Klage wurde noch nicht erhoben. Er soll womöglich in seiner einstigen Funktion als Handelsbeauftragter vertrauliche Regierungsdokumente an Epstein weitergereicht haben. Der ehemalige Prinz war deshalb im Februar auch vorübergehend festgenommen worden.

Zeugen werden aktuell befragt

Es sind keine genaueren Details über das mutmaßliche Vergehen bekannt. Zudem ist unklar, ob die Frau sich bereits damals bei der Polizei gemeldet hat oder erst in jüngerer Vergangenheit. Die Polizei sei dem Bericht zufolge außerdem dabei, Schlüsselzeugen über Andrews Zeit als britischer Handelsgesandter zu befragen. Dazu gehören demzufolge etwa auch Vertreter des britischen Königshauses.

Daneben sollen die Beamten Einsicht in Unterlagen von Scotland Yard bezüglich Virginia Giuffre (1983-2025) haben. Diese hatte 2019 öffentlich gemacht, dass sie als Minderjährige durch Epstein an Andrew vermittelt und von diesem mehrfach sexuell missbraucht worden sein soll. 2021 reichte sie eine Zivilklage in New York gegen den Royal ein, die 2022 mit einem außergerichtlichen Vergleich in kolportierter Millionenhöhe endete. Andrew bestreitet die Anschuldigungen.

Beamte der Thames Valley Police sollen mitgeteilt haben, dass die Ermittlungen ein breiteres Spektrum an möglichen Straftaten umfassen als bisher angenommen. Dazu gehören sexuelles Fehlverhalten, Korruption und Betrug. All dies könnte demnach zum Vorwurf des Amtsmissbrauchs, dem sich Andrew ausgesetzt sieht, hinzugerechnet werden. Er war am 19. Februar, an seinem 66. Geburtstag, für mehrere Stunden festgenommen worden. Währenddessen hatte die Polizei Durchsuchungen in Norfolk und Berkshire durchgeführt.

"Ich habe mit tiefster Besorgnis die Nachricht über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht des Amtsmissbrauchs erfahren", hieß es nach der Festnahme Andrews in einem Statement des britischen Monarchen. Charles betonte, dass das Gesetz seinen Lauf nehmen müsse und die Krone den Ermittlern ihre volle Kooperation zusichere.

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