Polizei gibt Fehler zu: Durchsuchung bei Andrew war rechtswidrig

Bei den Ermittlungen gegen Andrew Mountbatten-Windsor ist der Polizei ein schwerer Fehler unterlaufen. Die Durchsuchungsbeschlüsse für seine Wohnsitze waren rechtswidrig, entschied ein Gericht.
(ncz/spot) |
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Ex-Prinz Andrew wurde im Februar 2026 - ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag - festgenommen.
Ex-Prinz Andrew wurde im Februar 2026 - ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag - festgenommen. © imago/ZUMA Press Wire / Tayfun Salci

Die britische Polizei hat einen Fehler bei den Ermittlungen gegen Andrew Mountbatten-Windsor (66) eingeräumt. Vor dem High Court in London bestätigte die Thames Valley Police, dass die im Februar verwendeten Durchsuchungsbeschlüsse für zwei seiner Wohnsitze rechtswidrig waren. Das berichtet unter anderem die BBC. Die entsprechenden Beschlüsse seien azf einer falschen gesetzlichen Grundlage erlassen worden.

Die Polizei hatte unter anderem ein Anwesen auf dem Sandringham-Gelände sowie Andrew Mountbatten-Windsors früheres Zuhause, die Royal Lodge, durchsucht. Vorausgegangen war seine Festnahme wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt. Dabei ging es um den Vorwurf, er habe während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) weitergegeben. Andrew bestreitet ein Fehlverhalten.

Trotz der nun eingeräumten Rechtswidrigkeit will die Thames Valley Police die Ermittlungen fortsetzen. Auch die Frage, was mit den bei den Durchsuchungen beschlagnahmten Unterlagen und Gegenständen geschieht, ist noch nicht abschließend geklärt.

Weitreichende Konsequenzen für Andrew

Nach seiner Festnahme wurde Andrew aus der Polizeihaft entlassen, die Ermittlungen gegen ihn liefen jedoch weiter. Wenige Tage später wurde zudem bekannt, dass die britische Regierung prüfen will, ob er aus der Thronfolge gestrichen werden kann. Andrew hatte seine royalen Titel bereits 2025 verloren und sollte außerdem seinen langjährigen Wohnsitz Royal Lodge verlassen. König Charles (77) stellte sich hinter die Ermittlungen und betonte, das Gesetz müsse seinen Lauf nehmen.

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