Pink-Floyd-Saxofonist: Dick Parry mit 83 Jahren gestorben

Trauer um Dick Parry: Der Saxofonist, der auf Klassikern der Band Pink Floyd wie "Wish You Were Here" zu hören ist, starb im Alter von 83 Jahren. David Gilmour bestätigte seinen Tod.
(lau/spot) |
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Dick Parry prägte als Saxofonist viele Stücke von Pink Floyd.
Dick Parry prägte als Saxofonist viele Stücke von Pink Floyd. © imago images/WENN/Z.Tomaszewski

Dick Parry (1942-2026) ist tot. Der Musiker, dessen Saxofon auf unvergessenen Songs wie "Money", "Shine on You Crazy Diamond" oder "Wish You Were Here" zu hören war, wurde 83 Jahre alt. Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour (80) bestätigte den Todesfall am 22. Mai auf X. Er schrieb: "Mein lieber Freund Dick Parry ist heute Morgen gestorben."

David Gilmour schwärmt von "unverwechselbarem Saxophonspiel"

Weiter schreibt Gilmour: "Seit ich siebzehn war, habe ich mit Dick am Saxofon in Bands gespielt, darunter Pink Floyd. Sein Gespür und sein Klang machen sein Saxophonspiel unverwechselbar - ein Markenzeichen von enormer Schönheit, das Millionen von Menschen kennen und das einen so großen Teil von Songs wie 'Shine On You Crazy Diamond', 'Wish You Were Here', 'Us and Them' und 'Money' ausmacht." Gilmour teilte zudem einige gemeinsame Bilder, darunter eines, das ihn mit Parry im Jahr 1963 auf der Bühne zeigt. Auf der Aufnahme spielen die beiden Musiker "für die ABC Minors im Victoria Cinema in Cambridge", schreibt der Leadgitarrist von Pink Floyd in dem Posting.

Parry stieß Anfang der 1970er Jahre zu Pink Floyd, als die Band gerade auf dem Weg zum absoluten Weltruhm war. Er war auf "The Dark Side of the Moon" (1973) und "Wish You Were Here" (1975) zu hören - zwei der meistverkauften Alben der Rockgeschichte.

Band-Comeback für "The Division Bell"

Dann verlor sich die Spur. Nach der "Animals"-Tour 1977 verschwand Parry zunächst von der großen Bühne, zog sich in ein Dorf bei Cambridge zurück und gab das Saxofon zeitweise vollständig auf. Gilmour erzählte laut des Magazins "Variety" im Jahr 1994, wie die beiden wieder in Kontakt kamen: Er habe eine Weihnachtskarte von Parry erhalten, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. "Er hatte das Saxofon völlig aufgegeben und war, glaube ich, arbeitslos, lebte in einem Dorf bei Cambridge und tat nichts."

Also lud Gilmour seinen alten Freund zu einem Vorspielen auf seinem Boot ein. Parry begeisterte ihn. Er lud den Musiker ein, auf dem Album "The Division Bell" (1994) zu spielen. Er begleitete Pink Floyd dann auch auf der zugehörigen Welttournee. Die Reunion war mehr als ein kurzes Gastspiel. Parry blieb in Gilmours musikalischem Kosmos und stand auch beim historischen Live-8-Konzert 2005 in London auf der Bühne, bei dem Pink Floyd für einen Abend ihre Differenzen beiseitelegten, um gemeinsam aufzutreten.

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