"Perfektes Dinner"-Kandidatin vergisst Wein im Auto - und dann ist auch noch das Auto weg

Sarah beschreibt sich als "Chaos-Queen". Tag 3 von "Das perfekte Dinner" in Pforzheim belegt dies eindrucksvoll: Erst haut der Smoker die Sicherung raus, es kippen Törtchen und es brechen Eier - dann vergisst Sarah den Weißwein im Auto, das sie nicht mehr findet. Zum Glück springen ihre Gäste ein...
von  teleschau
"Ich bin eine kleine Chaos-Queen": Sarahs Selbsteinschätzung löst sich durchaus ein.
"Ich bin eine kleine Chaos-Queen": Sarahs Selbsteinschätzung löst sich durchaus ein. © RTL

"Zwischen Rauch, Wald und Wellen" heißt Sarahs Menü-Motto bei "Das perfekte Dinner" in Pforzheim. Wald und Wellen sind natürlich symbolisch zu verstehen - aber auch der echte Rauch will sich nicht einstellen. Weil es auf Sarahs Smoker geregnet hatte und dieser anstatt Forellenfilets zu räuchern daraufhin einen Kurzschluss verursacht, gibt es den edlen Fisch zur Vorspeise aus der Pfanne.

Auch sonst regiert bei der 45-jährigen Mitarbeiterin einer Kanzlei für Immobilienrecht das kreative Chaos: "Ich bin eine kleine Chaos-Queen", gibt sie offen zu. Ihr Motto: "Ich mach's einfach, läuft dann." Pläne werden erstellt, "28-mal umgeworfen" und am Ende spontan verändert. Sarah kocht aus dem Bauch heraus - und offenbar am besten unter Stress.

Motto: Zwischen Rauch, Wald und Wellen

  • Vorspeise: Schwarzwald trifft Atlantik - Gebratene Jakobsmuscheln und geräucherte Forelle, dazu Seespargel
  • Hauptspeise: Ein Reh macht es sich gemütlich - Rehrücken auf Selleriepüree mit Schmorrüben und Wildjus
  • Nachspeise: Kirsche macht den Abschluss - Mini-Schwarzwälder-Kirschtörtchen mit Kirschsorbet

Schon die Vorbereitungen zeigen: Hier ist alles Freestyle. Das erste Ei fürs Schwarzwälder-Kirsch-Törtchen zerbricht, der Spritzbeutel sorgt für Frust statt Perfektion und Sarah hadert mit der Optik: "Schön ist was anderes." Immer wieder fragt sie sich nervös kichernd: "Wird schon, oder?"

Zu trinken gibt's die Gastgeschenke

Eigentlich liege ihr Kochen in den Genen. Ihr Papa, ein Goldschmied, stand begeistert am Herd, der Opa war Gastwirt. Doch Familiengeschichte schützt nicht vor Küchenpannen. Zumal wenn es sich, wie Sarah zugibt, meist um Premieren handelt. Sarahs Schnippelhilfe Sandra (59) hat da einen genialen Tipp: "Im nächsten Leben wirst du gezwungen, alles Probe zu kochen." Sarah bleibt erstaunlich gelassen und erklärt trocken: "Ich koche erstmal Kartoffeln und Sellerie. Alles andere weiß ich noch nicht."

Improvisieren muss Sarah an diesem Abend reichlich. "Das schreit nach Räucherofen", kommentiert Alex (51) die gebratene Forelle. Auch die Zeitplanung gerät ins Schleudern. Die glasierten Möhren brauchen im Ofen gefühlt eine Ewigkeit, der Bratling für Vegetarier Nick (40) wurde vorher nie geübt, und zwischen Vor- und Hauptspeise vergehen mehr als zwei Stunden. Die hungrigen Gäste nehmen es mit Humor und Hilfsbereitschaft.

Nick fragt vorsorglich: "Hast du Besteck? Dann kann ich schon für den Hauptgang eindecken." Der größte Aufreger wartet jedoch außerhalb der Küche: Sarah sucht verzweifelt den Weißwein - bis ihr einfällt, dass sie ihn im Auto vergessen hat. Also geht's nach draußen. Dumm nur: Das Auto ist gar nicht da. Ihre Tochter hat es inzwischen umgeparkt. Erst ein Anruf löst das Rätsel. Zum Glück springt Joshua entspannt ein: "Ich hab Weißwein mitgebracht, den trinken wir."

Trotz aller Turbulenzen überzeugt das Essen. Alex lobt den Rehrücken als "en point", Yvonne (53) empfindet die Jus als "Geschmacksexplosion" und am Ende sind sich alle einig: Das lange Warten hat sich gelohnt. Als Sarah schließlich ihre Törtchen serviert, wird sie von aller Selbstkritik enthoben (Alex: "Sieht wunderschön aus") und muss kräftig über den turbulenten Abend lachen. Besonders beeindruckt zeigt sich Joshua (29): "Ich fand besonders toll, dass sie die ganze Zeit cool geblieben ist." Und Yvonne bringt den Abend mit einem einzigen Wort auf den Punkt: "Luschdig."

Mit 35 Punkten geht Sarah am Schluss sogar in Führung. Eine Challenge für den perfektionistischen Joshua, dem übrigens am selben Tag der Schlauch der Spülmaschine platzte. Bei ihm sorgte Wasser im Stromkreislauf für einen Kurzschluss. Doch tapfer verspricht er für den Folgetag: "Ich werde mit sauberen Tellern dienen können."

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