Paula Lambert bekennt "Zuckersucht" und Fettleber: "Ich wurde als Baby mit Vanilleeis gefüttert"

"Ich bin zuckersüchtig!" Das gesteht Paula Lambert in der neusten Folge des Podcasts "Zwischen den Zeilen". Die 52-Jährige, die unter anderem als Moderatorin ihrer Sixx-Sendung "Paula kommt" bekannt ist, überrascht Gastgeberin Bettina Böttinger mit ihrer Offenheit. "Das finde ich einfach krass, dass du das so gesagt hast", entgegnet die Moderatorin. Dann erzählt Paula Lambert, wie sich ihr starkes Bedürfnis nach Zucker ihrer Meinung nach entwickelt habe,
Die Podcasterin ("Paula Lieben Lernen") ist ihrer eigenen Aussage nach übergewichtig. "Ich will jetzt nicht die Schuld irgendwem geben, aber ich wurde als Baby, bevor ich bei meinen Pflegeeltern war, mit Vanilleeis gefüttert, weil meine Mutter gesagt hat, da ist doch auch Milch drin", berichtet die Beziehungsexpertin. "Das heißt: Ich hatte eine starke Zuckerprägung."
Zudem hätten ihre Pflegeeltern die Angewohnheit gehabt, Ernährung emotional aufuzuladen: "Immer wenn es Streit gab oder wenn ich auf mein Zimmer musste - die waren sehr streng -, dann gab es danach zu Belohnung etwas zu essen." Noch heute sei sie "total darauf gepolt". Zucker verbinde Paula Lambert mit "Trost, Wärme, Beruhigung", wie sie gegenüber Bettina Böttinger weiter ausführt.
Paula Lambert leidet an Fettleber: "Ich muss einen Zuckerentzug machen"
In den vergangenen Jahren habe sie stets sehr viel zu tun gehabt. "Und abends, wenn die Welt still wird, sitze ich da und denke: 'Jetzt belohne ich mich.'" Diese Belohnung sei dann meistens Eiscreme. "Ich kann einfach einen Liter essen, ohne dass mir schlecht wird", gibt die Journalistin zu.
Der Druck der vergangenen Jahre habe dazu geführt, dass sie weiter Eis gegessen habe, während die Wechseljahre gleichzeitig ihren Stoffwechsel verlangsamt hätten. "Ich sehe aus wie eine Robbe inzwischen", sagt Paula Lambert über sich selbst. "Darum ist mir auch nie kalt, das ist das Gute", scherzt sie. Ernster sprach sie über ein gesundheitliches Problem. Durch ihren hohen Zuckerkonsum habe sie eine Fettleber. Sie verrät: "Das ist jetzt gerade noch cool, aber eigentlich auch nicht mehr und ich muss das loswerden. Ich muss also einen Zuckerentzug machen und das wird glaube ich nicht einfach."
Der Begriff "Zuckersucht" ist aus wissenschaftlicher Sicht umstritten. Medizinisch wird sie nicht als typische Suchterkrankung anerkannt wie beispielsweise eine Alkoholsucht. Die psychische und körperliche Dynamik entspreche Medizinern zufolge eher einer Gewohnheit und Verhaltensstörung. Zucker aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn und kann zu Heißhunger-Attacken führen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich maximal 50 Gramm Zucker zu sich zu nehmen.