Otto bis Frank-Walter Steinmeier: Reaktionen auf den Tod von Janosch
"Janosch ist gestern im Alter von 95 Jahren nach einem langen kreativen Leben friedlich gestorben." Mit diesen Worten bestätigte die Verlagsgruppe Beltz am Mittwoch den Tod des berühmten Kinderbuchautors Horst Eckert in seiner Wahlheimat Teneriffa. Wie weitreichend das Jahrzehnte umspannende Schaffen des "Vaters der Tigerente" war, illustriert ein Blick auf die prominenten Persönlichkeiten, die um Janosch trauern.
Der Komiker Otto Waalkes veröffentlicht auf seinem offiziellen Instagram-Account ein rührendes Bild, auf dem seine berühmte künstlerische Kreation, der Ottifant, der Tigerente ein rotes Herz überreicht und sie auf die Nase küsst. "Mach's gut, Janosch", lautet Waalkes' Bildkommentar.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier veröffentlicht ebenfalls bei Instagram einen ausführlichen Abschiedstext. Zu einem Bild des Verstorbenen schreibt er unter anderem: "Janosch war und ist für ungezählte Kinder, für ungezählte Erwachsene, die mit Kindern leben, und für alle, die nicht verlernt haben, zu staunen und sich zu wundern, ein Lebensbegleiter wie nur wenige andere Autoren und Zeichner." Der "unbändigen Phantasie" des Autors seien unvergessliche Figuren entsprungen, "die ebenso unvergessliche Abenteuer erleben".
Das attestiert auch Moderator Steffen Hallaschka, der ein Bild aus Janoschs wohl berühmtestem Werk "Oh, wie schön ist Panama" mitsamt den Abschiedsworten postete: "Gute Reise, Janosch! Und danke für sooo viel Fantasie!"
"Ein Stück Kindheitsgeschichte"
Auf der offiziellen X-Seite des BKM Kultur & Medien wird derweil Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit den Worten zitiert: "Mit Horst Eckert verlieren wir alle auch ein Stück Kindheitsgeschichte. Als Vermächtnis bleiben seine wunderbaren Bücher und seine aus tiefer Überzeugung gelebte Bescheidenheit."
Auch SWR-Intendant Kai Gniffke trauert um den Tigerenten-Erfinder. In einer Pressemitteilung des Südwestrundfunks heißt es: "Janoschs Geschichten haben die Kindheit und das Erwachsenwerden von vielen von uns geprägt. Sie haben uns gelehrt, die Welt mit wachem Blick und warmem Herzen zu betrachten. Janoschs Tigerente ist Teil unseres kollektiven Gedächtnisses - und sie hat mit dem 'Tigerenten Club' im Kinderfernsehen des SWR und der ARD ihren festen Platz gefunden."
Mitte der 90er Jahre war die Tigerente zur Namensgeberin für die TV-Sendung geworden. Zu Ehren von Janosch ändert der SWR am Mittwoch sein Programm und zeigt um 23:30 Uhr die Dokumentation "Da wo ich bin, ist Panama - Die Lebensreise des Herrn Janosch".
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