Oster-Ruhe war "Fehler": Angela Merkel bittet um Verzeihung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Oster-Beschlüsse zurückgenommen und bittet "alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung".
| (hub/spot)
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Angela Merkel hat die Oster-Ruhe rückgängig gemacht
Angela Merkel hat die Oster-Ruhe rückgängig gemacht © photocosmos1/shutterstock.com

Den erweiterten Lockdown an Ostern wird es nun doch nicht geben. Am Dienstagmorgen (24. März) hatte Kanzlerin Angela Merkel (66) wegen der steigenden Corona-Zahlen noch eine "erweiterte Ruhezeit" für die Ostertage verkündet. Der Gründonnerstag und Samstag, der 3. April, sollten einmalig als Ruhetage definiert werden und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen sowie einem Ansammlungsverbot vom 1. bis 5. April verbunden werden. Einen Tag später nun die Rolle rückwärts: Merkel erklärte auf einem Pressetermin, sie habe beschlossen, die notwendigen Verordnungen für die geplanten Ruhetage am Gründonnerstag und Karsamstag "nicht auf den Weg zu bringen, sondern zu stoppen".

Anzeige für den Anbieter Glomex über den Consent-Anbieter verweigert

In ihrem Statement sagte die Kanzlerin weiter, die Idee eines Oster-Shutdowns sei mit bester Absicht entworfen worden, sie sei aber "ein Fehler" gewesen, da sie "in der Kürze der Zeit nicht gut genug umsetzbar" sei. "Viel zu viele Fragen" von der Lohnfortzahlung bis zur Lage in Geschäften und Betrieben hätten in der Kürze der Zeit nicht so gelöst werden können, wie es nötig wäre.

"Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler"

Und Merkel fügte hinzu: "Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler. Denn am Ende trage ich für alles die letzte Verantwortung, qua Amt ist das so." Ein Fehler müsse als Fehler benannt werden "und vor allem muss er korrigiert werden. Und wenn möglich hat das noch rechtzeitig zu geschehen". Ihr sei bewusst, "dass der gesamte Vorgang zusätzliche Verunsicherung auslöst. Das bedauere ich zutiefst und dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung".

Die zusätzliche Verunsicherung bedauere sie umso mehr, "da wir uns in der dritten Welle der Pandemie befinden". Um diese zu bremsen und zu stoppen, so Merkel, bieten die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz auch ohne die sogenannte Oster-Ruhe einen Rahmen. Sie sei "zutiefst davon überzeugt: Wir werden das Virus gemeinsam besiegen. Der Weg ist hart und steinig, von Erfolgen, aber auch von Fehlern und Rückschlägen gekennzeichnet. Aber das Virus wird langsam aber sicher seinen Schrecken verlieren".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren