Oscar-Panne: Darum fühlt sich Faye Dunaway schuldig

Faye Dunaway stand im Mittelpunkt der Oscar-Panne: Sie hatte "La La Land" statt "Moonlight" zum besten Film gekürt. Jetzt hat sie darüber gesprochen, wie sie sich in dem Chaos der Preisverleihung gefühlt hat.
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Faye Dunaway stand im Mittelpunkt der Oscar-Panne: Sie hatte "La La Land" statt "Moonlight" zum besten Film gekürt. Jetzt hat sie darüber gesprochen, wie sie sich in dem Chaos der Preisverleihung gefühlt hat.

Schauspielerin Faye Dunaway (76, "Chinatown") hat ihr Schweigen gebrochen und über die diesjährige Oscar-Panne geplaudert. Zwei Monate nach der wichtigsten Filmpreisverleihung der Welt sprach sie mit Journalist Lester Holt (58) bei "NBC Nightly News" über den Skandal der vertauschten Umschläge. Sie sei "komplett betäubt" gewesen, nachdem sie fälschlicherweise "La La Land" als besten Film ausgerufen hatte statt "Moonlight". Zusammen mit Kollege Warren Beatty (80) sollte sie die bedeutendste Trophäe an diesem Abend überreichen.

Warren Beatty und Faye Dunaway in "Bonnie und Clyde" sehen Sie hier

Über die Situation auf der Bühne, nachdem ihnen der Umschlag mit dem Namen des angeblichen Gewinners überreicht worden war, erzählte Dunaway: "Er [Beatty] holte die Karte raus und sagte nichts. Er machte eine Pause, er sah über mich hinweg, hinter die Bühne, er sah sich um, und ich sagte schließlich: 'Du bist unmöglich!'" Die Schauspielerin dachte, ihr Kollege wolle einen Scherz machen, eine dramatische Pause.

Dunaway fühlt sich "sehr schuldig"

Was dann passierte, bekamen Millionen von TV-Zuschauern mit: Beatty gab Dunaway den Umschlag, darin war allerdings nicht der Titel des "besten Films", sondern die Siegerin der Kategorie "beste Hauptdarstellerin" zu lesen: Emma Stone (28) hatte für "La La Land" gewonnen. Dunaway las den Film laut vor. Mehr als zwei Minuten dauerte es, bis die Oscar-Verantwortlichen den Fauxpas korrigiert hatten, die "La La Land"-Schöpfer hatten bereits zu ihren Dankesreden angesetzt.

"Wir waren, ich will nicht sagen verschreckte Rehe im Licht, aber komplett betäubt, wir wussten nicht, was passiert war", erzählte Dunaway, die selbst schon den Oscar als "beste Hauptdarstellerin" für "Network" (1977) gewonnen hatte. Auf die Frage, ob sie sauer ist, antwortete sie, dass sie sich stattdessen "sehr schuldig" fühle. "Ich dachte, ich hätte sicher was tun können. Wieso habe ich Emma Stones Namen nicht oben auf der Karte gesehen?"

Auch Beatty hatte mit Moderator Graham Norton (54) bereits über den Vorfall gesprochen und die Oscar-Nacht als "Chaos" beschrieben. Zwei PwC-Angestellte wurden später für die vertauschten Umschläge verantwortlich gemacht. Sie hatten Beatty und Dunaway backstage das falsche Kuvert überreicht. PwC ist seit 83 Jahren für die Oscar-Wahl zuständig und hat sich für den Fehler öffentlich entschuldigt.

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