Oh Yeah!

Der AZ-Chefreporter Matthias Maus über ein königliches Vergnügen.
| Matthias Maus
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Ja gibt’s denn nichts Wichtigeres? Was das wieder kostet! Und wen interessiert das überhaupt? Die Hochzeit des Jahres erregt die Gemüter, auch die, die sich angeblich gar nicht für „so was“ interessieren. Was ist schon dabei , wenn so ein schütterer Lackaffe eine Society-Braut ehelicht? Sollen Sie doch machen was sie wollen und bleiben wo der Pfeffer wächst.

So aber funktioniert der Mensch nicht. Und das beweisen gerade diejenigen, die ihr Desinteresse laut vor sich hertragen. Wer nur Geldverschwendung, unzeitgemäßen Pomp und Heuchelei sieht, der zeigt schon Gefühle, der reagiert ganz so wie es sein soll im großen Drama, das die Royals sind. Das ist der Geheimnis dieser Greatest Show on Earth. Dass jeder sich etwas vorstellen kann, jeder dazu eine Meinung hat, jeder sich ergötzen, empören oder unterhalten kann.

Man kann das einfach wegwischen. Aber am kommenden Freitag werden wieder hunderte Millionen dabei sein, werden die Zuschauer von Kuala Lumpur bis Ottawa, von Grönland bis Kapstadt sich die Mäuler zerreißen, über die unmögliche Brautmutter, den komischen Charles und über die Farbe von Kates Brautkleid.

Danach wird immer noch Libyen sein, Fukushima oder Schwarz-Gelb, das Unglück der Welt wird nicht geheilt durch die Royal Wedding, aber es wird auch nicht vermehrt. Es ist beste Unterhaltung, und niemand muss sich schämen, wenn er sich mal unterhalten lässt.

 

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