Oberpollinger-Eröffnung: Ein Hauch von Luxus

Zur Eröffnung des Oberpollinger-Kaufhauses am Dienstagabend strömen die Gäste – und warten auf Pierre Sarkozy, Sohn des französischen Staatspräsidenten.
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Der Stargast des Abends: Pierre Sarkozy, der sich angeregt mit Jeanette Hain unterhielt.
Gnoni-Press Der Stargast des Abends: Pierre Sarkozy, der sich angeregt mit Jeanette Hain unterhielt.

Zur Eröffnung des Oberpollinger-Kaufhauses am Dienstagabend strömen die Gäste – und warten auf Pierre Sarkozy, Sohn des französischen Staatspräsidenten.

Dass dies hier kein gewöhnlicher Ort ist, das ist eigentlich zu Beginn schon klar. Für den allerletzten Zweifler aber wird es endgültig deutlich, als Geschäftsführer Robert Waloßek ans Mikrofon tritt und stolz verkündet, es werden später, im Anschluß an die Party, noch Führungen angeboten.

Führungen. Durch ein Kaufhaus. Rolltreppe rauf, Rolltreppe runter. Etagen angucken. Auslagen bestaunen. Mit Verlaub: Beim ersten Mal klingt das ein bisschen hoch gegriffen. Aber dann dreht man sich nach links und rechts, sieht all die Anzugherren und Abendkleiddamen, die mit leuchtenden Augen und Champagner in der Hand um die Bühne stehen, die sie hier im Erdgeschoss hingestellt haben, und weiß, dass es nicht übertrieben ist. Dass es dazugehört. Zur feierlichen Eröffnung des Oberpollinger, diesem, wie Waloßek schwärmt, „mondänen, weltoffenen Kaufhaus mit einem Hauch Luxus.“

Kellner mit länglichen Tabletts

Wobei, bei der Eröffnungsfeier ist es dann doch ein bisschen mehr als nur ein Hauch von Luxus. Abends um neun schwirren Kellner mit länglichen Tabletts umher, auf denen liegen ausgewählte Köstlichkeiten: Ziegenkäse, eingelegt in Blütenhonig, Gänseleber, Kalbsbraten, man kann danach greifen, während man wie die anderen auch auf den Stargast des Abends wartet.

Der Stargast: Ein smarter Pariser, Musikproduzent - und Sohn von Nicolas Sarkozy

Der ist 23 Jahre alt, ein smarter Pariser mit stechenden blauen Augen und blonden wallenden Haaren, von Beruf Musikproduzent, was alles sehr schön, aber nicht weiter erwähnenswert wäre, wenn – ja, wenn der Knabe nicht Sarkozy hieße, Pierre Sarkozy, seines Zeichens Sohn des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy.

Noch aber ist der berühmte Sohnemann nicht da, und das gibt allen die Möglichkeit, ein bisschen durch die Stände zu spazieren – und unterschwellig ein schlechtes Gewissen ob der noch nicht besorgten Weihnachtseinkäufe zu bekommen. Sven Hannawald, seit einem halben Jahr mit Freundin Marie-Therese Müller zusammen, hat noch nichts, Sybille Beckenbauer dagegen schon alles, was aber nicht heißt, dass sie nicht noch etwas Schönes fürs Fest kaufen möchte. Christian Wolff beteuert allen Ernstes, dass er hier Bettwäsche wählen würde, während sein Sohn Patrick erklärt, bei ihm müsse Einkaufen schnell gehen, „zwei, drei Geschäfte, mehr schaffe ich nicht.“

Ja, so schön plätschert die Zeit dahin, doch plötzlich, als Horst Janson gerade Eltern davor warnt, ihre Kinder, sollten sie an Essproblemen leiden, nicht unter Druck zu setzen, geht ein Raunen durch den Raum. Auftritt Sarkozy. Enger Anzug, rote Weste. Er lächelt, er ist schüchtern – also so ziemlich das Gegenteil vom Vater. Vergangenes Jahr, bei dem MTV-Awards, war er das erste Mal in der Stadt, und hat hier gleich Freunde gefunden. „Die haben mich heute eingeladen“, erzählt der junge Franzose. Dann stellt er sich für Fotos neben Waloßek und Patrice Wagner, dem Geschäftsführer vom KaDeWe , bevor er mit Jeanette Hain staunend durch das Kaufhaus läuft.

Die anderen Gäste sind dann um 22.30 Uhr dran. Mit der Führung.

Jan Chaberny

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