Niederlage für Verona Pooth: Gericht weist Schadensersatzklage ab

Das Landgericht Düsseldorf hat am Montag die Schadensersatzklage von Verona Pooth gegen ihren Versicherungsmakler abgewiesen. Die Moderatorin hatte weitere 675.000 Euro gefordert, weil sie sich nach einem Einbruch in ihre Villa an Heiligabend 2021 unterversichert sah.
(ae/spot) |
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Verona Pooth forderte weitere 675.000 Euro Schadensersatz. Sie warf ihrem Versicherungsmakler eine falsche Beratung vor, weshalb sie zum Zeitpunkt des Einbruchs 2021 unterversichert gewesen sei.
Verona Pooth forderte weitere 675.000 Euro Schadensersatz. Sie warf ihrem Versicherungsmakler eine falsche Beratung vor, weshalb sie zum Zeitpunkt des Einbruchs 2021 unterversichert gewesen sei. © imago/BREUEL-BILD / BREUEL-BILD/ABBfoto

Verona Pooth (58) hat eine juristische Niederlage erlitten. Das Landgericht Düsseldorf wies am Montag die Schadensersatzklage der Moderatorin und Unternehmerin gegen ihren Versicherungsmakler ab. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das Urteil der Spezialkammer 9 A für Versicherungen (Aktenzeichen: 9a O 382/24). Der TV-Star hatte 675.000 Euro zusätzlichen Schadensersatz gefordert.

Gericht sieht keine Pflichtverletzung des Versicherungsmaklers

Hintergrund des Verfahrens ist ein noch immer unaufgeklärter Einbruch in die Villa der Familie Pooth in Meerbusch bei Düsseldorf an Heiligabend 2021. Während sich Verona Pooth, ihr Ehemann Franjo (56) und die beiden Söhne bei Verwandten aufhielten, drangen die Täter in das Haus ein und entwendeten unter anderem hochwertigen Schmuck. Die Versicherung erstattete einen Teil des Schadens in Höhe von 975.000 Euro. Verona Pooth war jedoch überzeugt, durch eine fehlerhafte Beratung unterversichert gewesen zu sein, und zog gegen den Makler ihrer Hausratsversicherung vor Gericht.

Damit scheiterte sie nun. Eine Gerichtssprecherin erklärte gegenüber "Bild" zur Begründung: "Es lag keine Pflichtverletzung durch den Versicherungsmakler vor. Er hat alle von Frau Pooth angegebenen Wertgegenstände ordnungsgemäß in eine Excel-Tabelle eingeführt und ihr diese Liste zukommen lassen. Es gab keine Einwände". Darüber hinaus habe Pooth keine Nachweise vorlegen können, dass sie der Versicherung schriftlich Mitteilung über weitere, im Laufe der Zeit angeschaffte Wertgegenstände gemacht habe. Eine gütliche Einigung war zuvor gescheitert. Verona Pooth hat nun einen Monat Zeit, um Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Verona Pooth kaufte Schmuck zur Altersvorsorge

Wie die 58-Jährige zum ersten Prozesstermin im März gegenüber der Zeitung schilderte, habe sie den Großteil des gestohlenen Schmucks als Alters- und Vermögensvorsorge gekauft. "Ich habe über fünfundzwanzig Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert. Das war mein Lebenswerk. Andere kaufen Aktien oder Immobilien. Ich habe gezielt hochwertigen Schmuck gekauft. Diamanten, Gold und Markenstücke von Rüschenbeck, Cartier und Rolex. Schmuck verliert nicht an Wert."

Die Moderatorin lebt inzwischen mit ihrem Ehemann und dem jüngeren Sohn Rocco (14) in Dubai. Die Villa in Meerbusch steht zum Verkauf. Rund zehn Jahre lang hatte die Familie dort gelebt.

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