Neuer Song: Danger Dan macht schwere Krankheit öffentlich
Der Musiker Danger Dan leidet unter einer erblichen Augenerkrankung, die sein Sehvermögen schwinden lässt. Das machte der 43-jährige gebürtige Aachener im Zuge einer neuen Song-Veröffentlichung publik. "Dass es hier so schön ist" heißt das Stück, in dem der Sänger zur Klavierbegleitung eine lebensverändernde Diagnose thematisiert. Der Song beginnt mit den Zeilen: "Ich seh' noch alles vor mir, hör' wie der Arzt mir sagte: Von dieser Krankheit wird man blind."
Danger Dan, der bürgerlich Daniel Pongratz heißt, erklärt in einem Newsletter zur Single-Veröffentlichung: "Ich leide an der seltenen Augenerkrankung Retinitis pigmentosa, bei der mein Sehvermögen nach und nach verloren geht." Ein genauer Verlauf sei schwer zu prognostizieren. Bei der erblich bedingten Krankheit kommt es zu einer schleichenden Zerstörung der Netzhaut. Typische Folgen sind Nachtblindheit, ein sich verengendes Sichtfeld und im weiteren Verlauf ein Sehverlust auch im Zentrum des Sichtfeldes.
Die Erkrankung gilt in der Regel als nicht heilbar. Dennoch äußert Danger Dan die Hoffnung, "noch einige Jahre" genug sehen zu können, "um die Klaviatur zu finden". Die Diagnose, schreibt er weiter, habe er bereits mit Mitte 20 von einem Augenarzt erhalten.
Danger Dan präsentiert neuen Song bei "Inas Nacht" (ARD)
Am Donnerstag, 3. September, stellt der Musiker den Song in einer bereits aufgezeichneten Folge der ARD-Kneipenshow "Inas Nacht" vor. Die Ausstrahlung im Ersten erfolgt um 22.50 Uhr. In der ARD-Ankündigung war bislang von einem "bis dahin unveröffentlichten und berührenden Titel" die Rede.
"Dass es hier so schön ist" ist Teil des neuen Danger-Dan-Albums "Keine Angst", das am 2. Oktober erscheint. Um den Titel-Track hatte es zuletzt viel Aufregung gegeben. Eigentlich hätte der mit der Antilopen Gang bekannt gewordene Musiker den Song in der ZDF-Satiresendung "Die Anstalt" aufführen sollen. Dann wurde er auf Intervention der Intendanz kurzfristig ausgeladen.
Nach Ansicht von ZDF-Intendant Norbert Himmler habe man es "unzweifelhaft mit einer Gebrauchsanweisung zum linken, gewaltbereiten Widerstand zu tun, der in 'freundlichen Grüße' an linksextreme, zum Teil rechtskräftig verurteilte Gewalttäter mündet". Über diesen Vorgang brach eine kontrovers geführte öffentliche Debatte aus.
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