Neuer Anlauf: Blizzard macht aus "Starcraft" einen Open-World-Shooter

Auf der BlizzCon 2026 hat Blizzard ein neues Spiel im "Starcraft"-Universum vorgestellt , das mit den Echtzeitstrategie-Wurzeln der Marke bricht. Die Regie führt Dan Hay, zuvor jahrelang als Produzent für die "Far Cry"-Reihe bei Ubisoft tätig. Ein erster Cinematic-Trailer gibt einen Ausblick auf die Story, zeigt aber noch keine Spielszenen.
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Ein neues "Starcraft"-Projekt soll 2030 erscheinen.
Ein neues "Starcraft"-Projekt soll 2030 erscheinen. © Blizzard

Blizzard verändert die Ausrichtung seiner Starcraft-Reihe grundlegend: Auf der BlizzCon 2026 präsentierte das Unternehmen ein neues Spiel im "Starcraft"-Universum, das erstmals nicht als Echtzeitstrategie, sondern als Open-World-Shooter konzipiert ist. Der Marktstart ist für 2030 vorgesehen, zu unterstützten Plattformen äußerte sich Blizzard bislang nicht.

Trailer zeigt Marine im Kampf, aber kein Gameplay

Begleitet wurde die Ankündigung von einem computeranimierten Trailer namens "Dominion". Gameplay bekommt das Publikum darin nicht zu sehen. Im Zentrum der Handlung steht der Soldat Holt, der eine lange Ausbildung beim Terran Dominion durchläuft und danach gegen die außerirdische Spezies der Zerg in den sehr kurzen Einsatz geschickt wird. Wie sich diese Geschichte spielerisch umsetzt und wie groß die angekündigte offene Welt ausfällt, ließ Blizzard offen.

Ein "Far Cry"-Veteran an der Spitze

Die Leitung des Projekts liegt bei Dan Hay. Der gebürtige Kanadier prägte bei Ubisoft über Jahre die "Far Cry"-Reihe und verantwortete dort mehrere Teile als Executive Producer, ehe er sich 2021 von Ubisoft trennte und zu Blizzard wechselte. Dass Hay dort im Hintergrund an einem actionlastigen "Starcraft"-Ableger arbeitete, kursierte in der Branche bereits seit geraumer Zeit als Gerücht - eine offizielle Bestätigung blieb Blizzard bis zur BlizzCon-Präsentation schuldig. Bei der Vorstellung betonte Hay laut Berichten den Anspruch, die Serientradition zu wahren und zugleich inhaltlich neue Wege für das Franchise zu erschließen.

Lange Durststrecke für die Marke

Der bislang letzte komplett neue Teil der Reihe, "Starcraft 2", kam bereits 2010 auf den Markt. Mit "Legacy of the Void" schloss Blizzard 2015 die zugehörige Erweiterungstrilogie ab. Danach folgten nur noch Ergänzungen: 2016 legte Blizzard mit "Nova Covert Ops" zusätzliche Solo-Missionen nach, ein Jahr später erschien mit "Starcraft: Remastered" eine grafisch aufgefrischte Fassung des 1998 veröffentlichten Originals samt Add-on "Brood War". Die "Starcraft 2"-Trilogie bleibt damit Blizzards letztes eigenständiges PC-Strategiespiel; auch die 2020 veröffentlichte Neuauflage von "Warcraft 3" trug mit "Reforged" nur eine optische und technische Auffrischung des 2002 erschienenen Originals bei.

Dritter Anlauf für einen "Starcraft"-Shooter

Ein Shooter im "Starcraft"-Universum ist für Blizzard keine neue Idee. Bereits ab Ende der 1990er-Jahre arbeitete das Unternehmen an "Starcraft Ghost", einem Actionspiel mit der Ghost-Agentin Nova in der Hauptrolle. Das mehrfach verschobene Projekt wurde nie veröffentlicht. Später entstand unter dem Codenamen Ares ein weiterer Shooter im "Starcraft"-Universum, dessen Entwicklung Blizzard ebenfalls einstellte. Mit dem nun angekündigten Spiel unternimmt der Konzern damit den dritten Versuch, die Marke außerhalb ihres angestammten Strategiegenres zu etablieren.

Auf ein klassisches "Starcraft 3" müssen Fans dagegen weiter warten: Ein solches Spiel kündigte Blizzard auf der BlizzCon nicht an. In der Branche gilt Echtzeitstrategie schon länger nicht mehr als massenkompatibles Genre - der Schritt zum Shooter dürfte auch dem Ziel geschuldet sein, mit der Marke ein deutlich breiteres Publikum zu erreichen. Ob das gelingt, zeigt sich frühestens 2030, wenn Blizzard das fertige Spiel nach eigenen Angaben veröffentlichen will.

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