Neue Doku: Sängerin Duffy spricht über ihre schrecklichen Erlebnisse

Seit mittlerweile 15 Jahren meidet Duffy die Öffentlichkeit. Nun bricht die walisische Musikerin ihr Schweigen: In einer Disney+-Dokumentation spricht sie erstmals ausführlich über Entführung, Vergewaltigung und ihre jahrelange Einsamkeit danach.
(eyn/spot) |
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Duffy, hier 2011, steht seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit.
Duffy, hier 2011, steht seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit. © ddp/CAMERA PRESS/James Veysey

Nach dem Ende ihrer zweiten Albumtour 2011 tauchte die walisische Sängerin Duffy (41) - bürgerlich Aimée Anne Duffy - auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs plötzlich unter. Erst 2020 enthüllte sie in einem Instagram-Post, was wirklich geschehen war: Sie war entführt, unter Drogen gesetzt und vergewaltigt worden. Sechs Jahre später ist sie bereit, zum ersten Mal in einer Dokumentation für Disney+ ausführlich darüber zu reden.

Die Ankündigung erfolgte beim französischen Serienfestival Series Mania, wie unter anderem BBC berichtet. Der Film in Spielfilmlänge wird Duffys erstes Interview seit 15 Jahren und soll ihr die Möglichkeit geben, das Geschehene aus ihrer Sicht zu schildern. "Sie hat uns ihre Geschichte anvertraut, daher tragen wir eine große Verantwortung, damit sorgfältig und einfühlsam umzugehen, denn sie spricht zum ersten Mal darüber, was ihr widerfahren ist", erklärte Angela Jain von Disney.

Für die Dokumentation, die unter der Regie von Gill Callan entstehen soll, gewährt Duffy demnach einen "beispiellosen Einblick" in ihr Leben. Neben dem ausführlichen Interview mit ihr selbst soll der Film auch Familienangehörige, Freunde und Wegbegleiter aus der Musikbranche zu Wort kommen lassen, eingebettet in Archivmaterial aus ihrer Karrierezeit.

Ein Sendetermin steht noch nicht fest. Unter Fans schürt die Dokumentation jedoch die Hoffnung auf eine mögliche Rückkehr der Sängerin zur Musik - zuletzt hatte sie im März 2025 auf TikTok einen Remix ihres Hits "Mercy" angekündigt, ihr erster öffentlicher Social-Media-Auftritt seit 2020.

Unter Drogen gesetzt und entführt

Duffys Karriere hätte kaum glanzvoller beginnen können. Ihr Debütalbum "Rockferry" wurde 2008 direkt mit einem Grammy ausgezeichnet und Großbritanniens meistverkauftes Album des Jahres, die Single "Mercy" stand wochenlang auf Platz 1 der Charts. Ein zweites Album folgte 2010, bevor sie aus dem öffentlichen Leben verschwand.

Was dahintersteckte, machte sie erst ein Jahrzehnt später öffentlich. In einem Instagram-Beitrag schrieb sie: "Die Wahrheit ist - und bitte glaubt mir, es geht mir jetzt gut, ich bin in Sicherheit -, ich wurde vergewaltigt, unter Drogen gesetzt und mehrere Tage lang festgehalten." Einen Monat später folgte auf ihrer Website ein langer Text mit weiteren Details.

Dort schilderte Duffy, dass sie an ihrem Geburtstag bei einem Restaurantbesuch betäubt und anschließend in ein anderes Land verschleppt wurde. Vier Wochen dauerte die Tortur, bevor ihr die Flucht gelang. Der bislang unbekannte Täter habe sie vergewaltigt und auch gedroht, sie umzubringen. Zur Polizei habe sie sich damals nicht getraut: Zu groß sei die Angst gewesen, dass eine Anzeige ihre Lage noch gefährlicher machen würde. Später wandte sie sich doch an die Behörden.

In der Nachfolge des Übergriffs beschrieb Duffy ein Leben in permanenter Flucht. In den ersten drei Jahren danach zog sie fünfmal um - immer in der Angst, der Täter könne sie aufspüren. Das hatte eine große Einsamkeit zu folge: "In der Folgezeit würde ich manchmal wochenlang, wochenlang, wochenlang keine Seele sehen." Inzwischen fühle sie aber wieder "Sonnenschein in meinem Herzen", schrieb sie damals.

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