Natasha Lyonne macht Rückfall öffentlich
Die Schauspielerin Natasha Lyonne (46) hat auf der Plattform X überraschend verkündet, dass sie nach zehn Jahren Nüchternheit wieder rückfällig geworden ist. Die für ihre Rollen in den Serien "Russian Doll" und "Poker Face" bekannte Darstellerin schrieb am Samstag unverblümt: "Meinen Rückfall öffentlich gemacht, mehr folgt".
In einem weiteren Post wandte sich die gebürtige New Yorkerin direkt an andere Betroffene. "Genesung ist ein lebenslanger Prozess. An alle da draußen, die kämpfen: Denkt daran, ihr seid nicht allein. Dankbar für Liebe und kluge Schritte", schrieb Lyonne. Gleichzeitig kündigte sie an, für ihr kommendes Filmprojekt "Bamboo" - einen Boxfilm, bei dem sie Regie führen, das Drehbuch schreiben und produzieren wird - wieder nüchtern werden zu wollen.
"Hört nicht auf, bevor das Wunder geschieht"
Die "American Pie"-Darstellerin fand in ihren Posts eindringliche Worte für Menschen in ähnlichen Situationen. "Bleibt ehrlich, Leute. Wir sind so krank wie unsere Geheimnisse. Falls es dir heute noch niemand gesagt hat: Ich liebe dich. Egal wie tief wir gefallen sind, wir werden sehen, wie unsere Erfahrung anderen helfen kann", erklärte Lyonne. Und weiter: "Macht weiter, Leute. Hört nicht auf, bevor das Wunder geschieht. Tapeziert euren Geist mit Liebe. Der Rest ist nur Lärm und Quatsch."
Auf die zahlreichen Reaktionen ihrer Fans antwortete die Schauspielerin mit einer Mischung aus Dankbarkeit und dem ihr eigenen trockenen Humor. "Danke, Boss. Da, wo Gnade ist, und so weiter. Schicke Liebe zurück. Werde vielleicht ein Kiffer oder eine Nonne. Mal sehen", schrieb sie einem Unterstützer. Einem anderen antwortete sie: "Absolut richtig, wir brauchen bessere Systeme und müssen die Scham beenden."
Nahtoderfahrung als Wendepunkt
Lyonnes Kampf mit der Sucht reicht weit zurück. Die Schauspielerin war über Jahre abhängig von Alkohol und Heroin. Im Jahr 2005 landete sie im Krankenhaus - mit einer kollabierten Lunge, einer Herzinfektion und Hepatitis C. Alles Folgen ihres langjährigen Drogenkonsums.
Auch nach dem Entzug kämpfte Lyonne mit den körperlichen Spätfolgen. Im Jahr 2012 musste sie sich einer offenen Herzoperation unterziehen, um die Schäden zu beheben, die die schwere Herzinfektion hinterlassen hatte.
Ein Jahr später blickte die Schauspielerin in einem Interview mit "The Independent" auf ihre dunklen Jahre zurück. "Ich war sehr verführt von dieser Kerouac-Fantasie, aus dem Leben auszusteigen, einfach in den Greyhound-Bus zu steigen und herauszufinden, worum es in der Welt geht", sagte sie damals. Dann fügte sie mit charakteristischer Selbstironie hinzu: "Das ist natürlich eine Umschreibung für meine Junkie-Jahre."
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