Nach Rauswurf: Ex-"Let's Dance"-Star übt deutliche Kritik

Erneut wurde bei "Let's Dance" aussortiert – für einen Promi hat es sich ausgetanzt. Ein ehemaliger Profitänzer des RTL-Formats findet nun deutliche Worte zum Jury-Urteil. Auch kritisiert er die wohl emotionalste Tanzdarbietung. 
von  Max Häussler
Bei "Let's Dance" musste erneut ein Promi die Segel streichen. Ein einstiger Profitänzer der Show übt nun deutliche Kritik.
Bei "Let's Dance" musste erneut ein Promi die Segel streichen. Ein einstiger Profitänzer der Show übt nun deutliche Kritik. © imago/Future Image

Die aktuelle "Let's Dance"-Staffel steuert auf das große Finale zu. In der neunten Live-Show des RTL-Formats musste Tokio-Hotel-Star Gustav Schäfer (37) am 8. April die Segel streichen. Zuvor legte er bei den "Magic Moment"-Tänzen eine emotionale Performance aufs Parkett. Jetzt äußert sich ein einstiger "Let's Dance"-Profitänzer zu Schäfers Ausscheiden – und spart dabei nicht an Kritik.

Nach "Let's Dance"-Aus von Gustav Schäfer: Profitänzer übt deutliche Kritik

Von 2007 bis 2023 gehörte Profitänzer Christian Polanc (48) zum festen Inventar von "Let's Dance". Anfang 2024 gab der gebürtige Bayer sein Aus bekannt – aus zeitlichen Gründen wollte er auf weitere Teilnahmen verzichten. Nur 2025 kehrte er im Rahmen der sogenannten Profi-Challenge aufs RTL-Tanzparkett zurück.

In seinem Podcast "Let's Talk by Christian Polanc" analysiert der 48-Jährige regelmäßig die Darbietungen der aktuellen "Let's Dance"-Staffel. In der neuesten Folge kommt er auf Gustav Schäfers TV-Abgang zu sprechen und übt Kritik an dessen tänzerischer Leistung. "Für mich war er an dem Abend der Schwächste. [...] Es war auch okay, dass er ausgeschieden ist." Doch nicht nur an dem Tokio-Hotel-Star hat Polanc etwas auszusetzen. Obwohl der 37-Jährige – seiner Meinung nach zu Recht – die Heimreise antreten musste, ist er mit dem Jury-Urteil nicht zufrieden.

Ex-"Let's Dance"-Star Christian Polanc kritisiert die Tanzleistung von Gustav Schäfer und das Urteil der Jury.
Ex-"Let's Dance"-Star Christian Polanc kritisiert die Tanzleistung von Gustav Schäfer und das Urteil der Jury. © imago/Panama Pictures

"Let's Dance": Christian Polanc kann Jury-Urteil nicht nachvollziehen

Am Ende der neunten Live-Show mussten neben Gustav Schäfer auch der Sportler Joel Mattli und der Rapper Milano um ihr Weiterkommen zittern. Doch laut Christian Polanc hätten vor allem Mattli und seine Tanzpartnerin Malika Dzumaev im Vergleich zu Schäfer deutlich mehr Jury-Punkte verdient. "Ich fand's irgendwie witzig, dass es bei der Jury gar nicht diese Abstufungen gab. Also da waren Gustav und Joel und Malika punktgleich, keine Ahnung. Das hab ich nicht gesehen." Beide Paare erhielten für ihren "Magic Moment" insgesamt 24 Punkte.

Gustav Schäfer und seine Tanzpartnerin Anastasia Maruster in der neunten Live-Show von "Let's Dance".
Gustav Schäfer und seine Tanzpartnerin Anastasia Maruster in der neunten Live-Show von "Let's Dance". © imago/Matthias Wehnert

Emotionale Inszenierung von Gustav Schäfer: Laut Christian Polanc übertrieben

Christian Polanc kritisiert auch die Inszenierung der "Magic Moments"-Performance von Gustav Schäfer. Der Tokio-Hotel-Star verarbeitete in der Tanzeinlage seine Kinderwunschreise sowie die Geburt seiner lang herbeigesehnten Tochter Lotti. Im Rahmen des Auftritts kam für einen kurzen Moment auch Sergiu Maruster – der Ehemann von Schäfers Tanzpartnerin Anastasia Maruster – auf die Bühne. Als Arzt verkleidet hatte er eine kleine Schauspielrolle. Laut Polanc sei diese Darbietung übertrieben gewesen: "Wir machen immer noch ein Tanzwettbewerb, es geht immer noch ums Tanzen. Es ist kein Musical."

Der einstige "Let's Dance"-Star sei kein Fan davon, "wenn man manche Dinge zu plakativ darstellt". Die emotionale "Magic Moments"-Geschichte von Gustav Schäfer sei im Einspieler vor dem Tanz perfekt dargestellt worden. Die Szenen während des Auftritts mithilfe von Schauspielern zu verbildlichen, sei nicht nötig gewesen. Christian Polanc meint: "Der Tanz ist eine emotionale Aufarbeitung des Themas, das ich versuche, in Bewegung auszudrücken, und nicht ein Musical. Man sollte keine Eins-zu-eins-Verfilmung auf der Bühne daraus machen."

Gustav Schäfer auf der "Let's Dance"-Bühne mit seiner Tochter Lotti.
Gustav Schäfer auf der "Let's Dance"-Bühne mit seiner Tochter Lotti. © imago/Panama Pictures

Feuchte Augen: Tokio-Hotel-Star sorgt für "Magic Moment" mit Tochter

Doch wie viele Zuschauer sei auch Polanc von Schäfers "Magic Moments"-Geschichte sehr berührt gewesen. Neben Sergiu Maruster wurde am Ende des Tanzes eine weitere Person unerwartet Teil der Performance. Schäfers neunjährige Tochter Lotti rannte auf ihren Vater zu und löste Anastasia Maruster als Tanzpartnerin ab. Es flossen Tränen – und obwohl der Tokio-Hotel-Star schlussendlich die Show verlassen musste, sorgte er mit diesen herzerwärmenden Szenen zweifelsohne für einen "Magic Moment".

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