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Nach Konzert-Abbruch bei Helge Schneider: Wie geht es mit der Tour weiter?

Helge Schneider hat am Freitag einen Auftritt in Augsburg abgebrochen. Das könnte ein juristisches Nachspiel haben. Wie geht es mit der Tour jetzt weiter?
| AZ/dpa
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Helge Schneider bei einem Auftritt in Wiesbaden. (Archivbild)
Helge Schneider bei einem Auftritt in Wiesbaden. (Archivbild) © IMAGO / BOBO

Augsburg - "Ich muss sagen, das geht mir ziemlich auf den Sack. Ich habe keine Lust mehr", sagte Helge Schneider am Freitagabend bei einem Auftritt in Augsburg, brach seine Show ab und verließ unversehens die Bühne. Was ist passiert? Und wie geht es jetzt mit seiner Tour weiter? Wird er zu seinen geplanten Auftritten in München erscheinen?

Konzertabbruch wegen störender Gastro-Mitarbeiter

Schneider hatte dem verdutzten Publikum am Freitagabend gesagt: "Also ich breche die Strandkorb-Konzerte an dieser Stelle ab. Es tut mir sehr leid. Vielleicht könnt Ihr Euer Geld wiederkriegen", sagte er zu den Besuchern, wie in einem Video bei Youtube zu sehen ist.

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"Das macht wirklich keinen Spaß. Man kriegt keinerlei Kontakt zum Publikum. Hier laufen auch andauernd Leute rum. (...) Bitte habt Verständnis dafür: Ich als Künstler kann unter diesen Umständen überhaupt nichts mehr machen." Dann sagte Schneider noch: "Das System ist einfach fadenscheinig und dumm." Ob er damit auf die Corona-Auflagen in der Pandemie etwa für Künstler anspielt, wird nicht deutlich.

"Wenn Herr Schneider sagt, er bekommt kein Feedback vom Publikum, dann muss er sich fragen, ob es vielleicht an ihm liegt", sagte Festivalsprecherin Birgit Gibson. Viele Gäste hätten sich sehr über das plötzliche Ende der Show geärgert.

Wird Helge Schneider seine Tour fortsetzen?

Auf Facebook hat der Künstler mittlerweile Klartext gesprochen und versichert, dass die Tour trotz des Abbruchs in Augsburg fortgesetzt wird. "Zwei klare Ansagen: Die Tournee geht, wie geplant, heute in Tüssling weiter. Die Veranstalter versuchen eine Lösung für Augsburg zu finden. Dazu gibt es eine separate Information", schrieb Helge Schneider am Samstag dazu.

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Am 25. Juli ist Helge Schneider auch in München aufgetreten. Seine Shows am 26. und 27. Juli im Innenhof des Deutschen Museums sollen ebenfalls wie geplant stattfinden. Sonntags zeigte sich der Künstler bei Aufbau- und Probearbeiten in München.

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Helge Schneider droht juristisches Nachspiel: "Das Konzept ist vorher bekannt"

Dass Helge Schneider den Auftritt in Augsburg abgebrochen hat, könnte ein juristisches Nachspiel haben. Der Veranstalter habe einen Anwalt eingeschaltet, sagte die Sprecherin Gibson am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Nun werde etwa geprüft, ob Schneider Schadenersatz leisten müsse. Schneiders Management war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

"Das Konzept ist jedem Künstler vorher bekannt", sagte Gibson. Schneider sei zudem schon bei dem Festival in Wiesbaden aufgetreten. Ein Versuch des Veranstalters, mit dem 65-Jährigen nach dem abrupten Abbruch seiner Show zu sprechen, sei an dem Abend gescheitert. Man hätte sogar das Bewirten eingestellt, wenn Schneider weitergemacht hätte, sagte Gibson. Bislang warte der Veranstalter auf eine Stellungnahme des Entertainers, unter anderem dazu, wie es nun weitergehen soll. "Er war für acht Shows gebucht." Sechs Auftritte stehen also noch aus.

Helge Schneider äußert sich auf Twitter zu Augsburger Auftritt

Bei dem Festival "Strandkorb Open Air" soll es in diesen Sommer Konzerte in mehreren Städten geben - die Fans sitzen in Strandkörben unter freiem Himmel. Die Besucher bekommen einen festen Korb zugewiesen, um Abstände zu anderen einzuhalten. Zudem gibt es weitere Maßnahmen, damit sich das Publikum möglichst nicht begegnet. Getränke und Speisen können die Gäste direkt an ihre Körbe bestellen.

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Am Samstag erklärte Schneider sein Verhalten in einem Video auf Twitter: "Ich habe es abgebrochen aufgrund massiver Störungen seitens der Gastronomie, die ihre Mitarbeiter immer an der Bühne vorbeischickten, um das Publikum mit Getränken zu versorgen." Er habe sich abgelenkt gefühlt und erst später erfahren, dass diese Menschen andere bewirteten.

"Ich muss ehrlich sein. Ich will kein Scheiß-Konzert geben. Und ich spule auch nicht einfach nur ab. Sondern ich erfinde während des Konzerts auch Sachen. Ich will ja auch Leute begeistern", sagte er weiter und bedankte sich bei denjenigen, die seine Entscheidung respektiert hätten.

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Ob der 65-Jährige seinen Auftritt in Augsburg nachholen wird, blieb zunächst unklar. "Ich hoffe, dass wir uns wieder sehen zu besseren Konditionen", sagte er lediglich. Erst kürzlich hatte Schneider sich über die teils große Entfernung zum Publikum bei manchen Auftritten beklagt.

Dem Veranstalter zufolge kann das Publikum von Augsburg seine Eintrittskarten zurückgeben und bekommt das Geld zurück.

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