Nach "Idiot"-Titel: Miles Teller meidet Medienporträts
Miles Teller (39) erklärt, weshalb er sich von klassischen Medienporträts weitgehend zurückgezogen hat. Auslöser war eine Titelgeschichte des Magazins "Esquire" aus dem Jahr 2015, in der er als "Idiot" bezeichnet wurde. Rückblickend spricht der Schauspieler von einer gravierenden Fehlinterpretation.
Das Erlebnis habe sein Vertrauen in solche Formate nachhaltig erschüttert. "Ich habe mir gedacht: Wenn ich ein Interview nicht vor laufender Kamera gebe, besteht immer die Gefahr, dass Aussagen falsch wiedergegeben, aus dem Zusammenhang gerissen oder sogar Dinge ergänzt werden, die so nie passiert sind", sagte Teller im Gespräch mit "IndieWire".
Taten sagen mehr als Worte
Teller bekräftigte zudem, wie sehr ihn die damalige Berichterstattung gestört hat. "Es kam mir vor wie eine Verfälschung dessen, was tatsächlich passiert war. Ich sagte zu meinem Team: 'Leute, ich glaube nicht, dass ich das noch einmal mache, denn ich lese das hier und es klingt für mich einfach nicht nach mir.' So ist das Leben nicht, warum sollte ich also jemals Teil von etwas sein wollen, wo sie so etwas einfach so schreiben können?"
Der Schauspieler ist überzeugt, dass negative Schlagzeilen größere Aufmerksamkeit erzeugen als positive. "Wenn man ins Bett geht und den Kopf auf das Kissen legt, dann zählt nur, wie man Menschen wirklich behandelt", so Teller. Mit Blick auf die Arbeit am Filmset betonte er außerdem: "Die Schauspieler, die Regisseure, die Crew, die Produzenten - am Set kann man nicht verbergen, wer man ist."
Neuer Film mit Johansson und Driver
Bereits 2015 hatte Teller öffentlich Kritik an der Darstellung durch "Esquire" geübt. Auf der Plattform "X" erklärte er damals, das Magazin könne "nicht falscher liegen" und stellte klar: "Ich finde nicht, dass es irgendetwas Cooles oder Unterhaltsames daran gibt, ein Idiot zu sein. Das ist eine völlig falsche Darstellung."
Teller befindet sich derzeit in Cannes und stellt seinen neuen Film "Paper Tiger" vor, der von James Gray (57) inszeniert wurde. Die weiteren Hauptrollen übernehmen Adam Driver (42) und Scarlett Johansson (41). Zudem ist er im Biopic "Michael" weiterhin im Kino zu sehen.
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