Nach Festnahme von Ex-Prinz Andrew: König Charles meldet sich zu Wort

Nach der Festnahme von Ex-Prinz Andrew hat sich König Charles III. mit einem bemerkenswerten Statement zu Wort gemeldet. Er sichert den Ermittlungsbehörden volle Unterstützung zu - und stellt unmissverständlich klar: "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen."
(dr/spot) |
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König Charles III. (li.) und sein jüngerer Bruder Andrew Mountbatten-Windsor im Jahr 2006 - damals beide noch offiziell Prinzen.
König Charles III. (li.) und sein jüngerer Bruder Andrew Mountbatten-Windsor im Jahr 2006 - damals beide noch offiziell Prinzen. © imago/Avalon.red / Photoshot / Avalon

Nur Stunden nach der Festnahme seines Bruders hat König Charles III. (77) mit einem bemerkenswert deutlichen Statement reagiert. In einer persönlichen Erklärung, die die BBC veröffentlichte, distanziert sich der Monarch unmissverständlich von Andrew Mountbatten-Windsor (66) - und stellt sich demonstrativ hinter die Ermittlungsbehörden.

"Ich habe mit tiefster Besorgnis die Nachricht über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht des Amtsmissbrauchs erfahren", heißt es in dem Schreiben, das der König mit "Charles R." unterzeichnete. Was nun folge, sei "der vollständige, faire und ordnungsgemäße Prozess, durch den diese Angelegenheit in angemessener Weise und von den zuständigen Behörden untersucht wird", so Charles weiter. Den Ermittlern sicherte er dabei die "volle und aufrichtige Unterstützung und Kooperation" der Krone zu.

Dann der Kernsatz des Statements, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt: "Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen." Weitere Kommentare zu der Angelegenheit werde er nicht abgeben, solange der Prozess andauere. Seine Familie und er würden "weiterhin unsere Pflicht und unseren Dienst für Sie alle erfüllen", schloss der König.

Ex-Prinz Andrew wurde an seinem Geburtstag verhaftet

Am Vormittag war Andrew an seinem 66. Geburtstag an seinem Wohnsitz Wood Farm auf dem Sandringham-Anwesen festgenommen worden. Wie die BBC berichtete, lautet der Verdacht auf Amtsmissbrauch. Hintergrund sind die Enthüllungen aus den Epstein-Akten: Andrew soll in seiner damaligen Funktion als britischer Handelsgesandter vertrauliche Regierungsdokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) weitergeleitet haben. Fast ein Dutzend britischer Polizeibehörden ermittelt derzeit auf Grundlage der rund drei Millionen Seiten umfassenden Akten. Bei einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs droht in Großbritannien im Höchstfall eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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