Nach Fan-Widerstand: Warum dieser "Looney Tunes"-Film nur über Umwege ins Kino kam

In "Coyote vs. ACME" kommt es zu einem Wiedersehen mit vielen bekannten "Looney Tunes"-Figuren, mit dem zwischenzeitlich gar nicht mehr zu rechnen war: Eigentlich sollte der Film für eine steuerliche Abschreibung zurückgezogen werden.
von  teleschau
"Coyote vs. ACME" erzählt davon, wie Wile E. Coyote an der Jagd auf den Road Runner verzweifelt und schließlich vor Gericht zieht.
"Coyote vs. ACME" erzählt davon, wie Wile E. Coyote an der Jagd auf den Road Runner verzweifelt und schließlich vor Gericht zieht. © 2026 Warner Bros. Entertainment

Bugs Bunny, Daffy Duck, Coyote und der Road Runner: Eigentlich gehören diese legendären "Looney Tunes"-Figuren zum Filmstudio Warner wie Micky Maus und Donald Duck zu Disney. Umso erstaunlicher, was da aktuell auf der Kinoleinwand zu sehen ist: "Coyote vs. Road Runner" schöpft in vollen Zügen aus dem Pool der "Looney Tunes", wird aber nicht von Warner vertrieben. Der Konzern wollte die Mischung aus Real- und Animationsfilm offenbar in der Schublade verschwinden lassen.

"Coyote vs. ACME" erzählt davon, wie Wile E. Coyote nach seiner jahrelangen erfolglosen Jagd auf den Road Runner gegen ACME vor Gericht zieht, also die Firma, die ihn in den "Looney Tunes"-Kurzfilmen immer mit Dynamitstangen, Raketen, Kleister und diversen anderen Hilfsmitteln versorgte. Als Vorlage diente ein satirischer Artikel des US-Journalisten Ian Frazier.

Die Arbeiten an "Coyote vs. ACME" begannen bereits 2018, die Produktion soll etwa 70 Millionen Dollar gekostet haben. Aufgrund von Umstrukturierungen und Neubewertungen verschiedener Projekte soll Warner Bros. Discovery 2023 jedoch entschieden haben, den Film zurückzuziehen und für eine Steuerabschreibung über 30 Millionen Dollar nicht zu veröffentlichen.

Wie "Coyote vs. ACME" doch noch den Weg ins Kino fand

Viele Fans reagierten empört auf die Pläne, "Coyote vs. ACME" einzustampfen, weshalb bei Warner abermals ein Umdenken stattfand. Der Film wurde Medienberichten zufolge verschiedenen Interessenten - darunter angeblich Netflix, Apple und Amazon sowie Paramount und Sony - zum Kauf angeboten. Nachdem zunächst mit keinem der möglichen Partner eine Einigung erzielt werden konnte, soll Warner erneut über eine steuerliche Abschreibung nachgedacht haben, ehe der unabhängige US-amerikanische Verleih Ketchup Entertainment für rund 50 Millionen Dollar die globalen Rechte an "Coyote vs. ACME" erwarb. So wurde doch noch dafür gesorgt, dass die "Looney Tunes"-Geschichte den Weg ins Kino findet.

Inszeniert wurde "Coyote vs. ACME" von Dave Green, zum Autoren- und Produzententeam im Hintergrund gehört unter anderem James Gunn ("Guardians Of The Galaxy"), der zuletzt vor allem mit dem Aufbau eines neuen DC-Kinouniversums beschäftigt war. Auch vor der Kamera wirken in der turbulenten Komödie einige Prominente mit, darunter etwa Will Forte, Luis Guzmán und Wrestling-Star John Cena.

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