Nach Fan-Trubel um Peter Maffay: Münchner lässt sich Autogramm tätowieren

Peter Maffay hat am Dienstagmittag Kunden einer Münchner Netto-Filiale überrascht. Der Sänger arbeitete plötzlich als Kassierer. Für Autogramme und Selfies hatte er dennoch Zeit. Ein Münchner hat nun ein ganz besonderes Andenken an dieses Treffen ...
von  Sven Geißelhardt
Dieser Fan von Peter Maffay hat Ernst gemacht und das Autogramm am Unterarm mit Tinte verewigt.
Dieser Fan von Peter Maffay hat Ernst gemacht und das Autogramm am Unterarm mit Tinte verewigt. © Sven Geißelhardt, privat

"Wer möchte bezahlen?", rief Peter Maffay lachend den wartenden Fotografen, Journalisten und Fans zu, die sich am Dienstag (16. Juni) zur Mittagszeit im Netto am S-Bahnhof Mittersendling versammelt hatten. Für den guten Zweck nahm der Musiker an der Kasse des Supermarktes Platz, scannte die Waren der Kunden und stand für Autogramme und Selfies zur Verfügung. Für einen Münchner ging die Fan-Liebe sogar unter die Haut.

Fan bekommt besonderes Souvenir: "Das wird nachher tätowiert"

Für den 60-jährigen Tom wurde es ein ganz besonderer Nachmittag, den er nie vergessen wird – und wahrscheinlich auch nie vergessen kann. Von Peter Maffay bekam der Fan eine XXL-Unterschrift auf den Arm, die nur kurze Zeit später verewigt werden sollte.

"Das wird nachher noch tätowiert", sagte er grinsend der AZ. "Um 17 Uhr habe ich einen Termin." Damit die Unterschrift nicht durch Reibung oder Regentropfen verwischt, klebte der 60-Jährige direkt eine Schutzfolie darauf – das Autogramm sollte schließlich mit Nadel und Tinte verewigt werden.

Dieser Kunde von Peter Maffay wird sich wohl für immer an die persönliche Begegnung erinnern.
Dieser Kunde von Peter Maffay wird sich wohl für immer an die persönliche Begegnung erinnern. © Sven Geißelhardt

Tatsächlich hat Tom aus München Ernst gemacht und damit ein ganz besonderes Autogramm bekommen. Wie er der AZ am Mittwoch (17. Juni) mitteilt, wurde die Unterschrift zum Tattoo – eine Fan-Liebe, die unter die Haut geht:

Nach dem Supermarkt-Besuch ging es für den Münchner direkt zum Tätowierer.
Nach dem Supermarkt-Besuch ging es für den Münchner direkt zum Tätowierer. © privat

Fans und Schaulustige freuen sich über Promi-Besuch

Auch für die anderen Kunden nahm sich Peter Maffay Zeit, rechnete die eingekauften Waren ordentlich ab und stand für gemeinsame Fotos und Autogramme zur Verfügung. "Peter Maffay ist eins meiner Idole", sagte Walter (63) nach seinem Einkauf der AZ. "Die Aktion ist super."

Fan Walter freut sich über die Begegnung mit Peter Maffay.
Fan Walter freut sich über die Begegnung mit Peter Maffay. © Sven Geißelhardt

Auch Fan Gabi, die von dem Promi-Besuch über die Homepage der Stiftung erfahren hatte, freute sich über einen kurzen Plausch mit dem Rockstar: "Es war spannend und er war sehr nett – auch sehr kundenorientiert, muss ich schon sagen."

Einmal seinen Einkauf von Peter Maffay abkassieren lassen – für Gabi ein echtes Erlebnis.
Einmal seinen Einkauf von Peter Maffay abkassieren lassen – für Gabi ein echtes Erlebnis. © Sven Geißelhardt

Peter Maffay kassiert in Münchner Supermarkt: "Ich habe den größten Respekt"

Seit zehn Jahren arbeitet Peter Maffay bereits mit dem Netto Marken-Discount zusammen und konnte damit hohe Spendensummen für seine Stiftung generieren. 2025 kamen dabei 481.000 Euro zusammen. Der gemeinnützige Erlös dieses Jahres steht noch nicht fest, immerhin hat die Aktion gerade erst begonnen. Bis zum 1. August können Kunden die Arbeit der Peter-Maffay-Stiftung durch Kassen- und Pfandbonspenden unterstützen.

Wenn Peter Maffay abkassiert, ist der Andrang in diesem Münchner Netto groß.
Wenn Peter Maffay abkassiert, ist der Andrang in diesem Münchner Netto groß. © Sven Geißelhardt

Diese Charity-Arbeit ist Peter Maffay sehr wichtig, wie er im persönlichen Gespräch mit der AZ betonte: "Netto und Edeka unterstützen unsere Stiftung maßgeblich. Ohne diese Zuwendungen könnten wir unsere Arbeit nicht machen. Wir betreuen 1400 Kinder und das kostet nun mal viel Geld." Trotz des ernsten Themas kam bei dem Musiker der Spaß an der Kasse aber nicht zu kurz. "Die Tatsache, dass das zum dritten Mal stattfindet, zeigt, dass die beiden anderen Läden meinen Einsatz halbwegs überstanden haben", sagte er augenzwinkernd der AZ. "Ich habe größten Respekt vor Menschen, die andere im wahrsten Sinne des Wortes bedienen."

Nach knapp einer Stunde und unzähligen Autogrammen und Selfies überließ Peter Maffay die Kasse wieder den Profis. Für die Fans, aber auch für den Musiker selbst, war dieser Mittag etwas ganz Besonderes. Mit 76 Jahren ist sich Maffay für keinen Spaß und keine Aktion zu schade. Ob er je über den Ruhestand nachdenkt? "Ich denke permanent an den Unruhestand."

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